April 2016

Ab jetzt in umgekehrter Reihenfolge, neue Beiträge oben Alte unten!

Legende:
WB = Wärmebox
KH = frostfreies Kalthaus
MiniGWH = Mini-Gewächshaus im Kalthaus stehend
KHR = Kalthaus im Regal
FL = Freiland

29.04.16
Mein Eigenbau-Hummelnest wurde bezogen *freu*

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das Grundgerüst für die Schaukel ist fertig und Steht in voller Größe

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zwei gekaufte Physalis purinosa + peruvania, Erdkirsche + Andenbeere. Das ist dann doch ein ganz anderes Kaliber als meine mühsam seit Februar aufpeppelten Pflänzchen.

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Die Johannisbeeren blühen…

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Die Stachelbeeren auch.

24.04.16
Kälteeinbruch!

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War zu spät geerntet das Meiste, Stiele waren hart und nach dem Dünsten waren die Bitterstoffe deutlich zu merken. Der Blattsenf Red Giant hier im Vordergrund ist roh sehr scharf und lecker, verliert diese Schärfe allerdings völlig beim Dünsten. Der ist roh auf Brot spannender. Pur im Salat wäre er zu heftig, max. ein par kleine Streifen mit untermischen.

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Sieht hier leckerer aus als es war, gibt dafür guten Kompost 😉

23.04.16
die Hummel habe ich jetzt nicht mehr fliegen sehen, vermutlich ist die Eiablage schon erfolge und der Nachwuchs gesichert. Es bleibt spannend.

Die Erdbeerpflänzchen Lambada und Ostara sind eingetroffen. dafür werde ich noch einen Dosenturm bauen. Für die geplanten Darselect und SweetMaryXXL habe ich auf die Schnelle keine Quellen entdeckt. Somit gabs dann dieses qls neue Sorte die dauertragende Ostara, von der ich schon viel Positives las.

In der nächsten Woche solls einen Kälteeinbruch geben. somit werde ich die Kartoffeln jetzt doch noch mit etwas Komposterde bedecken, die Triebe gucken ja schon seit einigen Tagen raus. Die Linda werde ich dann erst nach dem Kälteeinbruch setzen.

Die Teltower Rübchen vorzuziehen war keine gute Idee, die gehen stark ins Kraut. Ich werde sie einfach direkt säen. Es stehen eh schon viel zu viel Pikier- und Umtopfarbeiten an.

Das Beet VI ist nicht so der Bringer. Die Asiasalate wachsen zwar, aber nur

halb so flott wie in unserem Sonnenbeet oder auf der Ostseite. Die vorgezogenen Kohlrabi sehen aus, als wenn sie langsam eingehen. Ich habe ja noch welche im GWH und versuche es nach den Frösten nochmal mit etwas mehr Kompost im Pflanzloch.

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Garten frisch gemulcht mit Vertikutiermoos 🙂
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neues Sonnenbeet, Südwestseite eingerahmt vom Windfang Gewächshaus und Wohnhaus

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Asiasalat Grün im Schnee

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Pflücksalat Eichblattsalat müsste Salad Bowl sein…

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Kapuzinerdrache 😉

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Salat und Waffelbaumernte

13.04.16
Mangold und Asiasalat geerntet im Gwh, Platz für die größten vorgezogenen Tomaten.
10 Tomatenpflanzen eingepflanzt.
Suchende Hummel gefangen für 30min ins Hummelhaus verfrachtet, ist aber wieder von Dannen gezogen. Bisher also kein Erfolg mit meinen 3 Hummelnestangeboten.

11.04.16
Zur Stärkung nach der häuslichen Novoviren-Züchtung gabs leckeren Feldsalat. Der ist zwar schon leicht geschossen, schmeckt aber dennoch. Zusammen mit selbstgemachtem Fladenbrot, Bärlauchbutter und Rotwein ein Festschmaus
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Grün im Schnee – Asiasalat, schon geerntet schmeckt gedünstet mit Speck sehr gut. Vorteil an dieser Sorte ist, dass der Salat weniger zum Schiessen neigt und extrem viel Blattmasse erzeugt.

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Kresse, fürs Samstagsbrötchen

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Blattsenf Rouge Metis, kein Raupenfraß keine Blattläuse, schiesst sehr spät, gibts nächstes Jahr wieder.

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Dill

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Dill

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Pflücksalat Witte Dunsel

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Erdbeeren in Blüte… etwas bepinselt zur künstlichen Bestäubung, weil sich bisher nur wenige Bienen ins Gwh verirrt haben.

17.04.16
Hummelnest wurde bezogen 🙂
Salanova Salate ins Freiland gesetzt
Pflücksalat Witte Dunsel ins Freiland gesetzt.
Zuckererbsen gesät. Sorte Giganto svizzero und…. ?
Radies Riesenbutter gesät im Freiland.
Pastinaken gesät im Freiland, eigener Samen.
Paprika Bontempi pikiert.
Radies Ilka und Lucia Samenreste wild verstreut.

Aufgelaufen sind…
Gemüsezwiebeln Exhibition
Cucumber Salatgurken
Teltower Rübchen
Rosara Kartoffeln in Säcken.

10.04.16
Teltower Rübchen sind schon aufgelaufen.
Salanovasalate in den Tower gepflanzt.

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03.04.15
Ostbeet vor den Himberren neu angelegt, Rasen weg Unkrautfließ rein, dünne Schicht Kies + Rindenmulch als Weg, Cassisima Noiroma gepflanzt, zu deutsch Lubera-Züchtung der schwarzen Johannisbeere.

Kartoffelsäcke bepflanzt mit Rosara, die waren schon gut vorgekeimt, allerdings im Dunkeln. Die Triebe waren dennoch grün und nicht blassgelb. 3 Kartoffeln pro Sack. insgesamt 5 Sack + eine alte Kiepe mit 5 Kartoffeln

Rhabarber mit Kompost versorgt und neu gemulcht, und das gesamte Beet etwas bereinigt und nachgemulcht.

Aussaaten:
Cucumber Louisa F1 Schlangengurke im KHR
Feldsalat Verte de cambrai im KHR
Gemüsezwiebel Exhibition, etwas spät aber Versuch macht kluch
Teltower Rübchen.

02.04.16

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01.04.16
Ewigen Kohl Brassica spec.als kleines Pflänzchen geordert 🙂 klang so spannend… ewig ernten bis in den Winter.

 

unsere Salate & Artverwandte

Feldsalat Verte de Cambrai
der keimt zuverlässig auch über Winter im Gwh. Mit dem hatte ich keine Schwierigkeiten bislang, ich säe ihn in Schalen im Gwh in Reihen oder breitwürfig auf kleiner Fläche um ihn dann später zu pikieren. Der schmeckt auch sehr gut, ist knackig und lässt sich leicht gekühlt auch etwas lagern, wenn nicht alles am Erntetag verbraucht wird. Der Geschmack ist angenehm nussartig, somit wird einem jetzt auch die Bezeichnung Nüsslisalat viel klarer. Kein Vergleich zu Discounter-Feldsalat, der hat diesen Nussgeschmack nicht, oder nicht mehr intensiv genug für meinen Gaumen. Funktioniert auch draußen, wenn ich im Herbst einsäe und im April ernte, allerdings will ich den Garten meist anfang März startklar machen.

Feldsalat Vit
mit der Sorte habe ich Schwierigkeiten, die keimt bei mir schlecht im Vergleich zum Verte de Cambrai. Nur eine von 3 Aussaaten hat funktioniert. Die Letzte Aussaat war ein direkter Vergleich unter identischen Bedingungen mit dem Verte de cambrai. Letzterer lief auf, der Vit gar nicht. Werde ich daher nicht wieder anbauen.

Rucola Salatrauke rundliche Blattform
war bei mir recht empfindlich und wuchs sehr langsam…

Rauke Eruca sativa gefiederte Blattform
die ist sehr gut gewachsen, die Sorte ist robust, schießt aber recht schnell. Daher immer in Etappen aussehen und als Babyleaf ernten. Ich säe ihn breitwürfig in Schalen. Geht sehr gut als Wintergemüse im GWH.

Brunnenkresse Saatgut von privat:
hat leider gar nicht funktioniert…

Kopfsalat Butterhead:
schmeckt gut, ließ sich problemlos über Winter im Gwh ziehen, hat so allerdings keinen Kopf entwickelt, aber sehr große knackige Blätter. Sehr anfällig für Blattläuse, die Pflanzen in Töpfen habe ich regelmäßig abgestrahlt, dann ging es. Wächst aber sehr langsam.

Salanova Salate:
soll Blattlausresistent und erntefreundlich sein, keimt und wächst sehr schnell, mehr bisher noch nicht bekannt.

Update 22.04.16: Auf allen drei Sorten sind Blattläuse zu sehen… mag ja sein, dass diese Salate es besser wegstecken ( wird sich zeigen)  bzw. weniger befallen werden als andere, aber unangetastet bleiben sie zumindest schon mal nicht!

Seneca RZ grün:
Descartes grün:ß
Seurat rot:
Update 2019 ich werde noch die Reste verbrauchen, bleibe jedoch bei meinen Favoriten. Das Saatgut ist sehr teuer und nicht samenfest, da Hybrid.

Pflücksalat Witte Dunsel von Dreschflegel:(Favorit)
brauchte etwas Anlauf gefällt mir aber momentan sehr gut. wenig anfällig für Blattläuse. Infos zu weiterem Wachstum plus Geschmack später…
Update 25.04.16:
beim Direktvergleich unter identischen Bedingungen ist zu sehen, das der Witte Dunsel deutlich schneller keimt und wächst als der Salanova Descartes, der mir bisher als der Zügigste im Wuchs vorkam. Das lag aber an unterschiedlichen Aussaatzeiten und Bedingungen. Der Vergleich zeigt es deutlich.
Update 2019: ich benutze immer noch die 4 Jahre alte Samentüte und es ist nahezu jedes Korn ein Treffer.

Salad Bowl von Dreschflegel: (Favorit)
ein schöner Eichblattsalat der vorgezogen und verpflanzt, auch draußen eine gute Figur macht.

Winterportulak:
extrem anfällig für Blattläuse die ihm auch stark zugesetzt haben. Den konnte man essen, aber als die Geschmacksexplosion empfand ich ihn nicht gerade, da ziehe ich mir dann doch lieber Blattsalate.

„Asia Salate“:
…sind eigentlich keine Salate aus botanischer Sicht sondern Senfgewächse. Von den Blattsenfsorten gibt es milde, herbe und scharfe Sorten.
Asia Salat Oriental Mix von Reinsaat, war völlig problemlos… mehrfach ausgesät und hat immer zügig gekeimt. Asiasalate machen Spass, bringen viel Abwechslung und weniger Probleme als mit normalen echten Blattsalaten und sie sehen einfach spannend und ungewohnt, eben orientalisch aus. Wir haben anfangs Asiasalate gedünstet pur verspeist. Das war bei der ersten Ernte sehr kräftiig und lecker. Genau dasselbe haben wir von Pflanzen gebrutzelt, die 2 Wochen länger im GWH standen, und das war pur nicht mehr genießbar, weil es total herb geworden ist. Gleiche Pflanze, gleiche Zubereitung… Anscheinend entstehen bei stärkerer Sonneneinstrahlung mehr Bitterstoffe, ähnlich wie bei manchen Salatsorten, die dann bitter werden. Pur zubereitet muss man also etwas vorsichtig sein, das man sich die Gäste nicht vergrault, bzw. als Schwiegermutteressen gut geeignet 😉

Red Giant:
wächst zu Anfang etwas langsamer als andere Sorten schießt aber nicht und bekommt riesige Blätter, eben Giant…Diese sind aber sehr brüchig. Einmal quer durchs gewächshaus gekrochen, knackt es bei jedem zarten Kontakt. Roh recht scharf, gedünstet läßt die Schärfe nach.

Tatsoi / Pak choi / Mini Pak Choi:
schießt recht schnell und ist sehr anfällig für Blattläuse. Geschmacklich ok, kann man mild nennen, ist aber keine große Offenbarung. Als Salatmix-Zutat sicher ok, vor allem zum Abmildern der scharfen Blattsenfzutaten hilfreich, Von der Wuchsform her sehr spannend.

Rouge metis (Favorit)
diese Sorte ist sehr robust, den meiden die Blattläuse und sogar die gefräßigen Raupen, die ich im GwH hatte/hab :/
geht irgendwann in die Höhe dann wird der Stiel holzig und die Blätter bitter, kann man daher nur als Jungpflanze ernten bzw. braucht die Pflanze mehr Licht und weniger Temperatur um nicht in die Höhe zu schießen. Also nach dem Pikieren mit ca. 10cm Pflanzengröße rauspflanzen und beobachten wie die Entwicklung dann verläuft. Geschmacklich sehr interessant, eher etwas herb. Macht sich im Salatmix auch optisch sehr gut. 2017 habe ich eine Pflanze aussamen lassen. Diesen Samen habe ich 2018 genutzt und der war sehr keimfreudig. Daneben gefallener Samen sorgte auch draußen für einige Selbstläufer.

Grün im Schnee:
diese Sorte bringt ausladende Pflanzen mit großen Blättern, die ich auch im März als 15cm große Pflanze schon problemlos ins Freie verfrachten konnte. Leichten Frost kann die Pflanze ja ab. Schießt nicht so schnell wie andere Blattsenfsorten.

White Celery Mustard:
die Sorte ist sehr wüchsig schießt aber auch schnell. Hat bei mir nicht diese großen dicken Stiele entwickelt, wie man sie von den Produktbildern kennt…. Ist auch recht anfällig für Blattläuse. Geschmacklich sehr mild, kann man bedenkenlos in großen Mengen in den Salat hauen. Die Konsistenz der Blätter erinnert bisschen an weiches Leder. geschmacklich reißt das Kraut mich aber nicht vom Hocker. Deshalb und wegen der Neigung zum schnellen Schiessen werde ich die Sorte nicht mehr anbauen.

Mizuna:
schaut wie ein Mix aus Rouge metis und Grün im Schnee aus. Sehr wuchsfreudig und ausladend, kräftige Stiele.

Stielmus Brassica rapa (Favorit)
Quasi umgezüchtete Mairübchen mit wenig Rübchen aber dicken Stielen. Kann sehr früh gesät und geerntet werden. Die Samen müssen relativ frisch sein. Restesamen vom Vorjahr brachten weniger Pflanzen als danebengesätes frisches Saatgut. Sehr lecker gedünstet und weniger herb als gedünstete Blattsenfe.

Wassersellerie, knotenblütiger Sellerie Apium nodiflorum
Auch neudeutsch unter Sedania zu finden. Das ist ein recht unbekanntes altes Blattgemüse, das etwas nach Möhre riecht und schmeckt. Gefunden habe ich dies in unserer Natur großflächig unter Wasser in einem Bachlauf wachsend. Einige Pflänzchen habe ich als Wasserpflanze für unseren Minifroschteich mitgenommen und es wächst sehr gut weiter. Wassergemüse ist ein sehr spannendes Feld, damit muss ich mich mal intensiver auseinandersetzen.

unsere Beerensorten

Stachelbeeren
– Lubera crispa flavia (neue Mehltauressistente Sorte, extrem früh, Ernte Anfang Juni mit großen Früchten 2016 erst erworben, Erfahrungen später)
Im letzten Jahr wurde sie von der Stachelbeerblattwespe (deren Raupen) kahlgefressen, das warten auf die erste Frucht geht weiter. 2017, 2018 kein Ertrag, k.A. meine anderen Stachelbeeren hingen immer voll. 2 Jahre geb ich ihr noch 😉
– alte rote Sorte leider unbekannt (sehr spät, trägt aber sehr zuverlässig gut über mehrere Jahre schon, große rote Früchte)
– alte rote Sorte leider unbekannt (früh, rote und süße Früchte, trägt zuverlässig gut über mehrere Jahre schon)

Schwarze Johannisbeeren:
– Lubera Cassissima Noiroma (neue Mehltauressistente Sorte mit großen Früchten 2016 erst erworben, Erfahrungen später)
Update:
Ja der Strauch ist nun definitiv eine weiße festfleischige Johannisbeere, offensichtlich wurde da was vertauscht bei Lubera. Ich lasse Sie stehen, geschmacklich und vom Ertrag her ok, was es ist weiß ich aber nun nicht.

Rote Johannisbeeren:
– da haben wir nur eine als Hochstamm, die Sorte Rovada wenn ich mich recht entsinne.
mit dem Hochstamm bin ich nicht wirklich glücklich, angedacht war ein Hochstamm wegen mehr Platz, aber der Ertrag ist mau der Wuchs auch und während ich bei Bodensträuchern sehr mutig wegschneide zum Verjüngen habe ich da so meine Probleme. Was soll ich wegschneiden wenn da fast gar nichts passiert?
im Dritten Jahr war die Ernte extrem mau. Unten treibt der Untersatz ständig neu aus und nervt. Ich habe Stecklinge von der Beere gemacht und schaue jetzt diese als normalen Strauch heranzuziehen. Die Trauben waren im ersten Jahr sehr lang und die Beeren dick, das hat mir schon gefallen, aber die Folgejahre war nichts mehr mit voll und auch nichts mit neuen Trieben.
Update 2019: Ist dem Spaten zum Opfer gefallen, Platz für Neues.

Rovada
vor 2 Jahren gepflanzt, bisschen stiefmütterlich behandelt und so sieht sie auch aus. in diesem Jahr bekommt sie Pferdemist unters spärliche Laub und dann werden wir weiter sehen. Geschmacklich eine normale erträglich saure rote Johannisbeere

Jonkheer van Tets
dito wie Rolanda, nur hat sie die stiefmütterliche Behandlung eher weggesteckt, auch hier geschmacklich wie Rolanda. Zur Traubenlänge und Wuchs in den nächsten Jahren mehr, die muss erst mal richtig Fuß fassen.

Weiße Johannisbeere:
– eine leider unbekannte alte Sorte, die ganz gut trägt mittels Verjüngungsschnitt. die Trauben sind recht kurz, bisschen Zeitaufwendig die Ernte daher.  Gibt sicher bessere Neue. Ich werde mich umschauen und einen der beiden Sträucher gegen was Moderneres tauschen. Luberas Glasperle schaut ganz ok aus.

Die zweite weiße unbekannte Sorte… siehe unter „Schwarze Johannisbeere Lubera Cassissima Noiroma“ 😉

Vierbeere, eine Lubera weiterentwicklung der Goldjohannisbeere
gepflanzt Ende 2016 bildet sie jetzt 2018 die ersten Früchte aus, später mehr wenn sie reif sind…
netter unkomplizierter Strauch der im Herbst eine schöne Rotfärbung hat.
Uptdate 2018: Die Früchte sind saulecker. Reif sind sie dann wenn sie schon leicht anfangen zu schrumpeln und sich die Wespen darüber hermachen um an den extrem süßen Saft heranzukommen.

Aronia
gepflanzt Ende 2016 bildet er jetzt zahlreiche Fruchtstände aus, aufgrund der Strauch“größe“, wirds vielleicht für ein Glas Marmelade reichen. Später mehr.
Update 2018: Die Früchte habe ich pur gegessen, gemischt mit 50% Brombeeren. Pur zieht es dir alles im Mund zusammen, aber dennoch ist die Beere sehr fruchtig. wenn mal größere Mengen da sind kann ich mir davon auch ein Sirup ähnlich dem von uns verwendetem Holundersirup vorstellen. Als Stärkungsmittelchen im Winter mit heißem Apfelsaft z.B.

2016 März

Ein paar sonnige und warme Tage hatte der März zwar schon, aber er ist oft sehr frostig und ungemütlich bisher 10 Tage sind ja noch…

Legende:
WB = in Wärmebox mit Pflanzlicht
KH = ins frostfreie Kalthaus
MiniGWH = Mini-Gewächshaus im Kalthaus stehend
KHR = Kalthaus im Regal
Erf = Erfahrungen

03.03.16
Dosenturm fertig gebastelt
Kopfsalat in Dosenturm verpflanzt.

04.03.16
Feldsalat umpikiert in MiniGwh-Schale
Tomaten umpikiert und tiefer eingesetzt, soll besser anwurzeln

05.03.16
Salanovasalate laufen auf im KH
Paprika Milano läuft auf 1/8 aber nur.
Andenbeere Schönbrunner Gold läuft auf
Paprika Austrocapi will nicht :/
Mangold wuchert jetzt richtig und überdeckt schon angrenzende Pflanzen. Wird bald geerntet und rausgerupft, Platz schaffen für den Sommer 😉

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Mangold

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Kopfsalat

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Kiwi treibt

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2. Asiasalatmischung

16.03.16
Kompost umgesetzt, extrem viele Kompostwürmer im Schnellkomposter, die mit kompostierte Pappe + Kanninchendung wirken!
im Beet 4
Stiefmütterchen gepflanzt
Schlüsselblumen gepflanzt
Thymian gepflanzt
Rosmarin gepflanzt
Osterglocken gepflanzt
Stachelbeere Lubera Crispa Flavia gepflanzt

17.03.16
Saaten:
Majoran von Dreschflegel im Haus
Koriander von Dreschflegel im Haus
Basilikum Grüner Genoveser von De Bolster im Haus

Arbeiten:
Garten umgegraben, Wege getreten geharkt
40kg Naturton verteilt im Garten zur Bodenverbesserung des Sandbodens
etwas Kompost verteilt im Garten
Windröschen (Mischung aus Leberblümchen und Buschwindröschen gepflanzt)
Magarite gepflanzt
Bellis perennis gesät
Hummelhaus gestellt. Erste Hummelkönigin knapp verpasst.

19.03.16
Beet 4 angelegt
Möhren Radies und Zwiebelfeld
je Sorte 2 Nord-Süd-Reihen, dazwischen einzeln Zwiebeln gesteckt
soll später mit Gemüseschutznetz abgedeckt werden.
als oberste Schicht Blumenerde aufgefüllt wegen geringer Keimbelastung > weniger Unkraut hoffentlich
– Mokum F1 Möhren + Tinto F1 Radies 2 Reihen Beetmitte
– Laguna Möhren + Lucia Radies da war kein Platz mehr es sind nur 4 Reihen insgesamt geworden:)
– Nandor F1 + Vienna Radies 2 Reihen am Weg
Die Reihen wurden markiert mit Schilfrohrstücken.
restliche Zwiebeln zwischen die Erdbeeren gesetzt, und den Rest vom Rest überall hin.
Zwiebelsorte sind Stuttgarter Riesen… k.A. einfach mal ohne lang und breit darüber nachzulesen vom Gartencenter mitgenommen. 🙂
2×6 werde ich noch ins Beet 7 setzen

Bilder aus dem Gwh…
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Tatsoi nehme ich an..

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auch eine interessante Art die Bodenpflanzen vor Raupenfraß zu schützen und eine Stellfläche für einen Topf zu gewinnen. Hach was bin ich doch kreativ 😉

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🙁 Verursacher ist klar, aber nicht auffindbar, die Raupe kriecht vermutlich nachts übers Land damit ich mich morgens ärgere. 4 seiner Kumpels sind schon im Himmel.
Ich mag Raupen!
Nur auf meinem Salat mag ich sie eben nicht. Aus dem 10-30°C warmen Gewächshaus kann ich sie im zeitigen frostigen Frühjahr auch nicht entlassen bei -5°C draussen. Die haben sich schon Wochen an das Klima angepasst und würden draußen nur erfrieren. somit…
Caterpillars must die!  Kurz und schmerzlos!

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Mangold, kurz vor der 2. entgültigen Ernte

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Römischer Sauerampfer, sieht jetzt wieder richtig gut aus und schmeckt! sehr zart und dickfleischig, vom Geschmack sehr an Waldklee erinnernd. Der wilde Sauerampfer ist mir zu heftig im Geschmack. Da ziehts mir alles zusammen.

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Die Kapuzinerkresse unten hat sich mächtig erholt, blüht bestimmt bald.

23.03.16

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Ernte Einsatz! Der Mangold macht sich einfach zu breit im Gewächshaus, da hilft nur aufessen 🙂

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Der kopflose Kopfsalat

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Gesät ab November in 2 Wochen Schritten, aber nur die gesäten von der 3. und 4. November Woche haben Rübchen entwickelt. Alle anderen sind Schosser oder sind, wie die im Februar Gesäten, ins Kraut gegangen. Keine Ahnung, aber das „einfache“ Kindergemüse ist für mich nicht wirklich einfach, oder durchschaubar. Immerhin… Mitte März die ersten eigenen Radieschen 🙂

Feldsalate aufgegessen vom November und Dezember gesät, leider kein Bild waren aber sehr lecker, echt kein Vergleich zu Feldsalat vom Discounter. Hätte ich nicht gedacht das der Unterschied in Sachen Geschmack und Knackigkeit so deutlich ist.

27.03.16
Majoran keimt
Basilikum keimt
Koriander keimt
Die Tomaten sehen toll aus, die sind alle zwischen 5-10cm hoch, nur die Himmelsstürmer nicht…
die sind bereits 18cm hoch 🙂

Fenchel
Fenchel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kressebrötchen
Kressebrötchen

 

 

 

 

 

 

 

Kiwi
Kiwi

 

 

 

 

 

 

 

Kresse
Kresse

 

 

 

 

 

 

 

Asiasalat Tatsoi oder Pak Choi k.A. :)
Asiasalat Tatsoi

 

 

 

 

 

 

 

Salatbaum
Salatbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

links Himmelsstürmer rechts Matina
links Himmelsstürmer rechts Matina

 

 

 

 

 

 

 

einige Sorten der Asia Salate schießen schon, auffällig bei den Pak Choi und Tatsoi

31.03.16

zweiten Bärlauchbüschel ins Sonnenbeet gepflanzt

Himbeere Twotimer Sugana eingetroffen

Weintraube „Maxi White“ gepflanzt im Sonnenbeet

Säulenkirsche „Garden Bing“ gepflanzt im Sonnenbeet

Clematis umgepflanzt.

unsere Tomatensorten

Die folgenden Sorten hatten wir im Laufe der Jahre hier bei uns im Nordosten Deutschlands angebaut. Die Sorten mit Fettschrift sind unsere Favoriten die wir jedes Jahr anbauen. In erster Linie zählt für uns der Geschmack, an zweiter Stelle der Ertrag.

Bloody Butcher
kann am Anbau oder Jahr gelegen haben, aber sie hat uns vom Geschmack und vom Ertrag her nicht zugesagt.

Berner Rose
große Fleischtomate mit sehr kräftig würzigem Geschmack, sehr weich. 2017 hat man uns ein O für ein B verkauft, so dass wir statt vielen Berner Rosen nur Ochsenherz-Tomaten angebaut haben, Diese hatten ordentlich Ertrag aber kamen geschmacklich bei weitem nicht an die Berner Rose ran. Ich hoffe in diesem Jahr 2018 wieder die richtige Berner Rose erwischt zu haben. Diese Tomate bauen wir schon sehr lange an und es gibt nichts besseres, als ein dickes Schnitzel Berner Rose auf dem Butterbrot liegen zu haben 🙂 My very best, zumindest unter den Fleischtomaten.

Ochsenherz
Bestellt habe ich privat bei Onkel Ebay die Berner Rose, bekommen habe ich aber Ochsenherz, was solls, essen kann man die ja auch. Diese Sorte ist eine rote Fleischtomate, recht wüchsig und sehr ertragreich. Deutlich Ertragreicher als die Berner Rose würde ich sagen. Sie neigt zum Grünkragen wenn sie zuviel UV-Licht auf die Mütze bekommt. abgeschattete Exemplare waren ohne Grünkragen und die in der Sonne Stehenden waren teils nur zu 2/3 genießbar.
Geschmacklich nicht unbedingt schlecht, aber gegenüber der Berner Rose oder der Malakithovaya Shkatulka weit abgeschlagen. War interessant aber nicht unsere Sorte.

Malakhitovaya Shkatulka (Gesundheit!)
Danke! eine Grüne Fleischtomate etwas gelblich rötlich marmoriert, mit sehr markantem Geschmack, der auf dem Niveau der Berner Rose liegt. 2017 das erste Mal angebaut wuchs die Sorte sehr kümmerlichlich, hatte wenige, aber sehr große und sehr gute Früchte. Aufgrund des Geschmacks ist diese Sorte in diesem Jahr wieder im Programm, und siehe da, sie wächst prächtig und kräftig. Manchmal liegts eben am Jahr, am Samen oder am Gesang der Waldameise. Bin gespannt wie Sie sich in diesem Jahr 2018 schlägt. Im letzten Jahr hatte ich sie noch als Sorgenkind bezeichnet und wollte sie gar nicht mehr anbauen. Gut das ich es doch tat. Ich mache sie jetzt einfach zum Favoriten aufgeschnitten ist sie ja ein unschlagbares farbenfrohes und leckeres  Prachtexemplar. Ein Vorteil hat Sie noch, sie bildet kaum Geiztriebe und wird weder hoch noch breit, die Sorte kann man enger pflanzen.

Süße von der Krim
Cocktailtomate sehr süß extrem ertragreich und über lange Zeit. Sie ist geschmacklich identisch mit der Angora Super Sweet, hat aber minimal größere Früchte. Momentan my very best, zumindest unter den Cocktailern.

Matina
sehr wüchsig und früh tragend, über die Saison setzte sie allerdings völlig aus k.A. warum. (2015 und 2016 angebaut) Sie legte im Herbst dann nochmal mit Früchten los. Geschmacklich wenig überzeugend. Diese Sorte haben wir ab 2017 gegen die Auriga ausgetauscht, die geschmacklich mehr überzeugte und auch kontinuierlicher „produzierte“. Der Ausfall der Martina muss aber nicht sortenbedingt gewesen sein, es gibt ja vielerlei Parameter an denen dies liegen könnte. Dennoch… Martina ist raus! 🙂

Lukullus
2015 angebaut, war recht enttäuschend vom Ertrag und Geschmack.

Himmelsstürmer
Die heisst nicht umsonst so… schießt schnell hoch, trug dafür allerdings im GWH dann auch erst in einer Höhe,in der man sie schon wieder umlenken muss. Für draußen am Regenfallrohr habe ich sie 2017 nochmal eingeplant. Ertrag war gut, normale Tomatengröße. Geschmacklich ok, löste aber keinen Anflug von Begeisterung aus, wie bei der Berner Rose, Malakitovaya Shkatulka oder der Süßen von der Krim z.B. Bis zu einem Meter war sie die schnellste und kräftigste Tomate bei der Anzucht, Danach gabs allerdings gelbliche Blätter, so dass unten nach dem Entfernen nur noch ein 1m kahler Stiel stehen blieb. Der Trieb schoß aber weiter und alles darüber blieb auch grün. Die Erfahrung haben ich mit 4 Pflanzen an unterschiedlichen Standorten gemacht. Sah eine zeitlang nach einem Sorgenkind aus.

Principe Borghese
Dattelförmige Cocktailtomate, sehr fleischig, wenig Glibber, dafür aber auch etwas mehlig und neutral im Geschmack. Positiv ist die Robustheit und der Massenertrag. Dennoch schafft sie es dauerhaft nicht in unser Gewächshaus oder unters Vordach

Angora Super Sweet
Angebaut 2015 und 2016, sehr süße aromatische Cocktailtomate. 2017 habe ich mich gefragt ob die Süße von der Krim und diese nicht dasselbe ist. Geschmacklich kann ich sie nicht auseinanderhalten und auch vom Ertrag und Aussehen nicht wirklich. Nach meinem Eindruck ist die Süße von der Krim minimal größer, kann aber auch Zufall gewesen sein. Sie wächst auch im Kübel unter unserem Dachvorstand sehr gut .

Humosa
Normalgroße rote Tomate. Sehr wüchsig, in diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut, alle 3 Pflanzen (im GWH, unterm Dachüberstand und im neuen östlichen Wandschrank ) sind groß und kräftig und haben schon ordentlich was dran… Nachtrag: Geschmacklich sehr neutral, etwas langweilig. 2019 geben wir Ihr eine zweite Chance.

Aromastar
Etwas größere Cocktailtomate, dunkle Färbung, sehr kräftiger Wuchs, viel dran pro Rispe, in diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut. Nachtrag: Wow diese Cocktailtomate hat mich echt überzeugt. Die trägt sehr lange wenn andere schon aufgegeben haben und schmeckt dann auch noch gut. Die letzten haben wir 2018 Ende November geerntet. Die Pflanze wächst sehr stark und braucht viel Platz. Der Ertrag war pro Pflanze sehr hoch. Fast überreife Tomaten entwickeln einen Geschmack der an Litschis erinnert. Während die Süße von der Krim sehr süß ist, hat die Aromastar bei gleicher Süße etwas mehr Säure und ist würziger. Die Tomate hat auch im Freiland gut getragen. Die Früchte sind etwas größer als die der Krim-Cocktail-Tomate.Mein absoluter Favorit bislang.

Mutige von der Oder
Soll recht robust sein, momentan bin ich aber weder vom Wuchs noch vom Fruchtansatz angetan, aber sie hat auch noch 4 Monate Zeit mich zu überzeugen. In diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut. Nachtrag: Mutig war sie immerhin… so nahezu ertrags- und geschmacklos zwischen meinen anderen Sorten zu wachsen.

Tschernji Prinz
Könnte auch Rigottis Liebste heißen 🙂 Nach den vielen lobenden Worten steht sie in diesem Jahr 2018 das erste Mal im GHW.
Nee… Neeee Rigotti! Entweder braucht die spezielles Rigottiklima oder mein Gaumen ist des Prinzen nicht würdig. Die schmeckt bei weitem nicht so spannend wie die Berner Rose, oder Shkatulka. Selbst die Ochsenherz fand ich besser. Das GehWeg x Haus hat gesprochen und sagte: Für Prinzen verboten!

Bosque blue
In diesem Jahr 2018 das erste mal angebaut, hübsch rot braun gefärbt, etwas hart, etwas mau. Hat nicht überzeugt.

Blaue Tomate
In diesem Jahr 2018 das erste mal angebaut, wegen der Färbung bin ich häufig drauf angesprochen worden, jedoch ist die Tomate geschmacklich kein Gewinnertyp. Sehr hübsch ist jedoch der rote Stern im Blau, wenn man den Stiel entfernt.

Auriga
eine normalgroße gelbe Tomate, relativ früh, geschmacklich ok, aber nicht der Burner. Bislang war es die beste von uns getestete frühe Sorte, Die Humosa ist noch früher und noch wüchsiger, haben wir aber erst in diesem Jahr angebaut, sofern der Geschmack stimmt, könnte Sie der Ablöser der Auriga werden. Sofern die Gärtnerin auf gelbe Tomaten verzichten kann 😉 Die Auriga hatten wir 2016 und 2017 angebaut, in diesem Jahr 2018 habe ich sie nur mit entnommenem Saatgut angebaut, eine Pflanze hatte sich eingekreuzt und deutlich größere gelbe Früchte mit gleichem Geschmack produziert. die Humosa mag mehr dran haben, aber die Auriga punktet mit etwas mehr Geschmack und dem Aussehen. Komisch… bei den normal großen Tomaten haben wir noch keine Sorte gefunden, die uns geschmacklich beeindruckt hat. Da hilft nur weiter suchen.

Feuerwerk
2019 im Anbau… hochgelobte Fleischtomate

Caspian Pink
2019 im Anbau

Kumato
2019 im Anbau

Mariannes Peace
2019 im Anbau

Wildtomate
v Manfred Hans 2019 im Anbau (Freiland)

Blush Tiger: Favorit der SelfBio-Gemeinde
2019 im Anbau, so sie denn noch aufläuft.

 
Anzucht:
Ich ziehe ab 2018 nur noch im Anlehngewächshaus vor ab Ende März/April. Das spart Arbeit und die Pflanzen sind auch nicht viel kleiner als drinnen Vorgezogene.  Vorgezogen wird in zugekaufter Blumenerde, unser Kompost ist mit Vogelmiere verseucht, zudem sind dort auch Tomatensamen drin, dann weiß ich später nicht mehr was Wildwuchs und was die gewollte Tomate ist. Daher nehme ich hierfür lieber keimfreie Anzuchterde.

 

Merker:
folgende Tomatensorten klingen interessant, daher möchte ich sie in den nächsten Jahren testen.

 

Schwarze Krim: ähnlich der Tschernij Prinz, schmeckte selbst Rigotti im Test besser 🙂

Native Sun: gute Kritiken

Dolce Vita: süß, aromatisch, ertragreich

Kiev: „Große, rote, runde bis längliche Früchte mit hervorragenden Geschmackseigenschaften! Eine hoch wachsende, sehr produktive Sorte aus der Ukraine.

Tjutchev: „Rote, zuckersüße Stabtomaten. 4 – 5 Früchte pro Rispe. Begrenzt wachsende, widerstandsfähige russische Sorte. – 10 kg pro Pflanze möglich“

Reinhards Goldkirsche: Cherrytomate
„Goldgelb, süßaromatisch, rund, herabhängende 30 cm lange Fruchtstände mit bis zu 50 Früchten, sehr ertragreich, früh, pilztolerant. R. Kraft 2001“

Sungold Select II: Cherrytomate
„Gelb-orangefarben, samenecht, gehört zu den wohlschmeckendsten Obsttomaten überhaupt, unübertroffene typische Würze, R.Kraft 1997, nochmals verbesserte Selektion 2002“

Black Cherry: Cherrytomate
„Sensationelle Neuheit aus den USA: Violett-schwarzrote, süßsaftige, große, runde Cherrytomaten, sehr früh und reich tragend.“

Sannmanus Vierländer Platte: echter Tomatengeschmack, Hamburg Liebhabersorte

TommyToe: süßlich, platzfest, Australische Lieblingssorte

Wasa: sehr frühe schwedische Sorte
allerfrüheste Kartoffelblättrige, kleine Früchte, langer Ertrag

Philovita: Freilandtaugliche Cherrytomate mit fester kräftigem Geschmack Quelle: Selfbio

Dorenia: Freilandtaugliche normalgroße Sorte Quelle: Selfbio

Kiev: „Große, rote, runde bis längliche Früchte mit hervorragenden Geschmackseigenschaften! Eine hoch wachsende, sehr produktive Sorte aus der Ukraine.

Tjutchev: „Rote, zuckersüße Stabtomaten. 4 – 5 Früchte pro Rispe. Begrenzt wachsende, widerstandsfähige russische Sorte. – 10 kg pro Pflanze möglich“

Reinhards Goldkirsche: Cherrytomate
„Goldgelb, süßaromatisch, rund, herabhängende 30 cm lange Fruchtstände mit bis zu 50 Früchten, sehr ertragreich, früh, pilztolerant. R. Kraft 2001“

Sungold Select II: Cherrytomate
„Gelb-orangefarben, samenecht, gehört zu den wohlschmeckendsten Obsttomaten überhaupt, unübertroffene typische Würze, R.Kraft 1997, nochmals verbesserte Selektion 2002“

Black Cherry: Cherrytomate
„Sensationelle Neuheit aus den USA: Violett-schwarzrote, süßsaftige, große, runde Cherrytomaten, sehr früh und reich tragend.“

Schmatzefein:
„Ziegelrot, oval, sehr früh, süß-aromatisch, sehr hoher und langer Ertrag, fest, gesund, eine wirklich hervorragende Cherrytomate aus ostdeutscher Züchtung“

Hybrid-2 Tarasenko:
„Außergewöhnliche und reichtragende Neuzüchtung des Russen Tarasenko. Eine Sorte von ungewöhnlicher Fruchtform. Stabtomate (2 m) mit vollkommen durchfärbten, fast dunkelroten Früchten. 2- bis mehrkammerig und mittelgroß. Meist mit Spitze und Neigung zur Herzförmigkeit, teilweis auch etwas oval. Bis 100 g schwer. Oft umfangreiche, fächerförmige Fruchtstände, die zwar das Fruchtgewicht einer einzelnen Tomate senken, doch für Massenerträge sorgen. Es kommt selten vor, dass eine solch schöne und großfrüchtige Sorte so üppige Fruchtstände aufweist. Für Freiland und Gewächshaus geeignet. Samenfeste Sorte, keine Hybride! Gute Widerstandsfähigkeit gegen Braunfäule wurde häufig erwähnt. Ideale Gartensorte, die immer wieder für positive Zuschriften – auch wegen des guten Geschmacks – sorgt. Super Sorte. Ein „Renner“ ersten Ranges.“

 

alte DDR-Sorten:

Grit:

Nadja:

Hellperle:

Harzfeuer:

Tamira: siehe Matina

2016 Februar

Legende:
WB = in Wärmebox mit Pflanzlicht
KH = ins frostfreie Kalthaus
MiniGWH = Mini-Gewächshaus im Kalthaus stehend
KHR = Kalthaus im Regal

Zu warm, zu nass, zu unsonnig und ca. 3-6°C über dem Durchschnitt, sagt Kachelmannwetter über die ersten 10 Februartage.
Aber!…Strom gespart für den Frostwächter.

10.02.16
irgendwas frist meinen Asiasalat, die Altsamenmöhren, den Fenchel! vermutlich kleine Mininacktschnecken, ich habe aber nur Eine finden können… sieht man nicht die Biester! (21.02.16 Falsch! Es waren Raupen, 2 dicke fette grüne Biester)

pikiert:
Asiasalat pikiert ins KH in Töpfe

gesät in WB:
Pflücksalat White Dunsel
Pflücksalat Amerikanischer Brauner

gesät ins KH:
Radies Vienna
Asiasalatmischung
Pflücksalat Salad Bowl
Pflücksalat Amerikanischer Brauner
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Er wächst… der Salat 🙂

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abgefressen 🙁
von…?
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minischnecken ?

11.2.16
eingesät:
Milena F1 Paprika ins MiniGWH im Haus
Austrocapi Paprika ins MiniGWH im Haus
Update: 23.04.16 Die Pflanzen sind immer noch sehr Mini, noch unter 10cm mit gerade mal dem 3. Blattpaar. Tomaten gehen da viel schneller oder die Temperaturen waren zu niedrig zum Keimen.
Fazit:
im nächsten Jahr 2 Wochen früher mit der Aussaat beginnen und für die Paprika+Physalis die Temperatur auf 25° bringen mittels kleiner Heizmatte

Erdkirsche Molly ins MiniGWH im Haus
– 19.03.16 Bislang bei mehreren Aussaaten keine Keimlinge! Parallel angesäte Physalis Schönbrunner Gold bei gleichen Bedingungen lief auf!
Was ich falsch gemacht haben soll weiß ich nicht, es war eine Samentüte von Chrestensen, Erdkirsche Physalis peruviana Andenbeere
Andenbeere Schönbrunner Gold ins MiniGWH im Haus
– 19.03.16 Der Samen brauchte sehr lange bis zur Keimung, funktionierte aber. Im nächsten Jahr säe ich noch 2 Wochen  früher aus (am 01.02.).

12.02.16
meine Nützlinge sind da…Florfliegenlarven und Marienkäferlarven krabbeln jetzt zwischen den Blattläusen herum.

13.02.16
2 fette Raupen aus Mangold und Rucola entfernt, waren trotz ausreichender Literatur nicht sicher zu bestimmen.vllt. waren das auch die Übeltäter an meinen Salatpflanzen (21.02.16 ganz sicher, da keine weiteren Fraßschäden auftraten)

15.02.16
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auf gehts mit den Tomaten 🙂
Bloody Butcher
Berner Rose
Matina
Lukullus
Himmelsstürmer
Principe Borghese
Angora Super Sweet
…sind gesät und können jetzt gen Himmel starten.

20.02.16
Die letzte Woche in reiner Blumenerde eingesäten Tomaten überzieht eine schöne Schimmelschicht 🙁 daraufhin nochmal ein FensterGwh eingesät mit denselben Sorten. Diesmal mit Anzuchterde die ich sogar vorher 6min in der Mikrowelle erhitzt habe… war ein Tipp aus’m Web. Abgekühlt dann natürlich verwendet, das versteht sich ja 😉 Zusätzlich wurden die Samen in kaltem Kamillentee gebadet, dass soll angeblich Keime fernhalten, weil der Tee ja etwas antibiotisch wirkt.  Ob’s was bringt ist fraglich, schaden wirds jedenfalls nicht. Was tut man nicht alles 😉
(Erkenntniss 05.03.16 Haube entfernt, kein Schimmel mehr. Die Blumernerdesaat ist vollständig aufgelaufen, Pflanzen sind kräftig)

21.02.16
Gemeinschaftsprojekt Dosentower, mit freundlicher Mithilfe von Sohne Mann
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uns sind die Dosen ausgegangen. 9 sind in einer Schlängelreihe angeordnet. eine zweite soll noch versetzt auf der rückseite angebaut werden, sozusagen eine Doppelhelix 😉
es sind dann am Ende 18 Dosen an einem Holz. Die nächste Version ist aus großen Dosen geplant, weil die Kleinen vermutlich zu schnell austrocknen im Sommer.

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Die Asia-Salate machen sich! Da kann man zugucken wie die wachsen, macht Spass!
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und auch der Butterhead Wintersalat schaut von Woche zu Woche besser aus.

Aussaaten:
Feldsalat Verte de cambrai im MiniGwh im KHR – 5 Reihen auf der ganzen Fläche eines MiniGwh
Feldsalat Vit im MiniGwh im KH – gleiche Bedingungen gleiche Erde wie bei Verte de… soll ein Vergleich werden welcher besser ist.
der Vit lässt sich besser säen, der hat größere Samenkörner
Wintersalat Butterhead in WB zum vorziehen
Eissalat Laibacher Eis 3 (haltbar 1/2016) in WB zum vorziehen
Mini Pak Choi in WB zum vorziehen
Wintersalat Butterhead im MiniGwh im KHR
Barbarakresse im MiniGwh, nachdem vom ersten Versuch nichts aufgelaufen ist habe ich jetzt den ganzen Rest eingesät.
Pikiert:
Pflücksalat Witte Dunsel von WB ins KH pikiert teils in Töpfe teils in den Boden
Rucola (Erfurter Sorte) in den Dosenturm pikiert
Rucola (Sorte?) ins KH in den Boden pikiert, dafür den stark schießenden Rucola entfernt, die Blattstiele werden dort schon hart.
Erkenntniss:
nach einer PH-Wertmessung sehe ich, das der Boden im KH bei 7,0 liegt, also optimal.
In der Box, in welcher der erste Feldsalat nicht so recht wollte waren nur 4,5, also sehr sauer. daran lag es also!
Weil ich dort kürzlich erneut Feldsalat eingesät habe, bekam der Behälter ein nettes Gemisch aus meinem Jaucheeimer, Dolomitkalk und Kompost.

26.02.16
Die Salanova Salate sind da und sogleich eingesät. Blattlausresistent und Hausfrauengerecht sollen die sein.

Salanova Cescartes grün ins KHR
Salanova Klee rot ins KHR
Salanova Seneca RZ ins KHR
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Die Tomaten kommen
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Der Salat wächst und wächst
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Der Asia-Salat auch

 

 

 

 


Wärmebox und Anzuchtregal

Erstellt zur Anzucht und zum Keimen in der kalten Jahreshälfte, stelle ich hier kurz mein „Gewächshaus im Gewächshaus“ vor.

Weil ich ohnehin an der Schuppenrückwand ein Regal montieren wollte, kam mir die Idee eines der Regalfächer zu isolieren. Gedacht getan und so sah meine Lösung dafür aus…

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1x geschlossen

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und 1x im offenen Zustand. Die Frontseiten sind zwei Noppenfolien die unten mit einer Holzleiste beschwert sind, sowie oben eine Holzleiste besitzen, die über die Kante auf der oberen Regalebene gelegt werden. Den Vorhang kann man ganz einfach abnehmen und über die 4 Nägel an der Westseite hängen. Dann sind sie nicht im Weg.
Unten auf dem Regalboden ist ein Fließgewebe ausgelegt worden, darauf ist Sand aufgebracht, auf welchem wiederum 2x Heizschlangen a 25W gelegt wurden. Darauf folgte eine weitere Sandschicht sowie eine Fermacellplatte, die man hier sehen kann. An alle Seiten wurde Noppenfolie getackert. Genauso auf der Unterseite des unteren Regalbodens und ebenso und an die Decke (unterseite des oberen Regalbodens). Somit ist die Box ein wenig wärmegedämmt, bei nur geringem Lichtverlust.
An die Decke habe ich 2 sogenannte Assimilationslampen angebaut, die für etwas mehr Licht sorgen sollen. Beides sind LED Leuchten und haben 14W.  Ich habe momentan nicht das Gefühl das sie viel bringen, dazu müsste ich einen Vergleichsversuch starten. Mehr Power möchte ich aber nicht einsetzen, weil das Grünzeug sich dann irgendwann nicht mehr sonderlich naturnah anfühlt. Die Pflanzen nutzen zum Wachstum zwar nur die roten und blauen Teile des Lichts, aber es fühlt sich irgendwie nicht richtig an, wenn das Kunstlicht einen großen Anteil des natürlichen Lichtes ersetzen soll. Mit den 14W ist es tagsüber so, dass man es gar nicht wahr nimmt, weil es zu wenig Leistung hat. Wenn ich schätzen sollte würde ich sagen, das es im Schnitt ca. 10% der natürlichen Lichtmenge entspricht. Die Pflanzen bekommen sozusagen nur eine Extraportion rotes und blaues Licht. Die Lampen lasse ich dämmerungsgesteuert tagsüber mitlaufen. Empfohlen werden 12h, was dann deutlich über die Leuchtdauer des natürlichen Winterlichtes hinaus gehen würde. Der zusätzliche Stromverbrauch ist zwar nicht sehr bedeutend, aber auch nicht wirklich schön. Licht ist im Winter ein stark einschränkender Faktor, und sofern man nicht 1000km südlicher wohnen möchte, lässt sich die Lichtmenge auf natürliche Art nicht steigern. Große Lichtumlenkspiegelaktionen werde ich hier nicht starten. Ich muss mir noch überlegen wie ich künftig zum Kunstlichteinsatz stehe.

Im November 2015 ist die Box ja erst fertiggeworden, seither habe ich da nur Winter-, und Frühjahrssalate vorgezogen, säe dauerhaft Kresse in einer Box (funktioniert super und reicht für 3 wöchentliche leckere Kressebrötchen, auf die selbst mein großer Sohn total abfährt. Ich werde dann wohl bald 2 Kisten damit einsäen müssen.

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Njamnjam 😉 Echt würzig und lecker! Die Kresse kann man ja auch auf Küchenpapier auf dem Fensterbrett ziehen, aber ich mag es eigentlich nicht, weil ich mir nicht vorstellen mag was alles in einem Küchenpapier an Chemie enthalten ist. Meist ist es darin auch sehr warm, so dass dort mehrere Tage stehendes Wasser… naja ich mags irgendwie lieber, wenn das Zeug in richtiger Erde wächst bei ca 10°C. Schmeckt auch würziger als diese Warmwasserpflanzen. Die Pflänzchen ziehe ich als Büschel raus und schneide mit der Schere die erdigen Wurzeln ab. Geht super und es knirscht nur selten beim Essen 🙂  Update: Nee besser mit der Schere abschneiden… Kapuzinerkresse und Rucola gabs auch gern aufs Brötchen im Winter.

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links wächst Winterportulak und rechts steht noch der Rest vom vorgezogenen Kopfsalat, die erste Reihe ist schon in den Salatbaum einpikiert worden. Beim Portulak bin ich gespannt wie der im großen Salat schmeckt. So pur recht erstmal recht mild aber nicht unspannend.

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in der vorderen Reihe wächst Feldsalat, allerdings sehr langsam. der wurde zeitgleich mit den anderen beiden Kisten ausgesät, der Winterportulak ist noch am schnellsten gewachsen. Die Temperatur in der Box liegt im normal kalten, leicht bewölkten Winter (-1°C Tagesmittel) zwischen 10-20°C. Das sind ganz brauchbare Temperaturen nur ist das Licht wohl die ausschlaggebende Komponente und die fehlt, um alles etwas zu beschleunigen. Für den Feldsalat und den Winterportulak scheint das Licht zu reichen, die haben keine Geiltriebe und sehen so ganz fit aus, der Kopfsalat ist etwas mehr in die Höhe gegangen, aber vllt. ja auch normal. kenne mich mit Kopfsalat nicht gut aus. Im elterlichen Garten ging Salat wegen der Schnecken gar nicht, daher ist das Neuland für mich.

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in der letzten Kiste steht zum Überwintern ein Honigmelonensalbei, der sehr angenehm riecht, aber extrem mild schmeckt. Alles was da an Blattmasse zu sehen ist, hat die Pflanze in 9 Winterwochen produziert. Schaut gut und gesund aus, aber so recht weiß ich nicht was ich damit soll. Ab und an landen ein paar Blätter mit auf dem Teller, schmecken aber nach nüscht. Tee davon geht gar nicht, weil viel zu blass. Vom Pflanzenaroma ist darin nichts mehr zu spüren, da nehme ich lieber ein paar Salbeiblätter vom Strauch draußen und ein paar Minzblätter dazu. Der ist dann schön kräftig. Im Internet fand ich auch nur Empfehlungen die Blätter zum Garnieren von Süßspeisen zu verwenden. Hmm…. Nur für Schickimicki ist mir der Platz in der Wärmebox zu schade, da kann ich lieber wieder Kresse aussäen. Schade, der schaut so schön vital aus und wächst auch gut.

Vorn steht noch Feldtymian, ein heimischer, der wächst bei uns auf einem Feldweg und ist recht würzig, für Pizza ect. geht der gut. Hinten noch 3 Jungpflanzen der Kapuzinerkresse. Nach dem Maleur im ungeschützen Gewächshaus und dem Kälteeinbruch, steht er hier doch sicherer. Kapuzinerkresse ist vermutlich von kaputt abgeleitet, weil die Pflanze ein perfekter Frostanzeiger ist. 1x leichter Frost, schon liegen die Blätter wie matsch auf dem Boden.

Im Frühjahr möchte ich die Box dann zum Vorziehen von Tomaten und Gurken nutzen, die Keimung mache ich aber sicherheitshalber drin. Durchgehend 20°C bekomme ich in der Box im Februar sicher nicht hin.
Update 2018:
Das Getütel mit der Fensterbankvoranzucht mache ich nicht mehr, ich halte mich an die Empfehlung des Tomatenexperten Manfred Hans, Tomaten erst im April auszusäen. Nagut ich fange Mitte März an und dann gleich im Gewächshaus. Das hat 2018 gut funktioniert und die Ernte setze gefühlt auch nicht später ein. Mein Gewächshaus ist ja recht gut geschützt gegen Spätfrost daher funktioniert es. Die mehrfachen Umpflanzungen von Giraffenhalstomaten erspare ich mir auch.

Scotty! Strahlungsfrost! Sofort die Energieschirme runterfahren!

Das fast frostfreie Gewächshaus 🙂

Weil man sich ja nicht genug vor äußeren Einflüssen schützen kann habe ich jetzt auch Energieschirme in meinem Gewächshaus installiert.

„Bitte was?“

Ja, na sowas kommt eben dabei heraus, wenn man tagelang nach irgendwelchen Informationen im Internet sucht, wie man das Gewächshaus frostfrei halten kann. Es ist auch keine wabernde Lichtkuppel die jetzt um das Gewächshaus aufgebaut ist und die Steine zurück katapultiert, die wild gewordene Kinder des Planeten Erde auf das Gewächshaus schmeißen, nein, es sind leider nur völlig unspektakuläre Springrollos die ich so umgebaut habe, dass sie elektrisch hoch- und runterfahren.

„Wozu?“

Das fange ich mal so an. Der Herr Kachelmann hat ja jetzt so eine neue geniale Wetterseite online gestellt, in der man auf einer Karte neben der normalen Lufttemperatur u.a. auch eine Temperatur in 5cm Erdtiefe sehen kann. An klaren Wintertagen ist es sehr interessant, sich diese Werte mal genau anzuschauen. Dann stellt man nämlich fest, dass die Temperaturen im 5cm tiefen Erdreich bei klaren frostigen Nächten deutlich tiefer sind, als die Lufttemperatur zur gleichen Zeit.Trotz der Plusgrade in 2m Höhe gehen so schon mal die ersten nicht winterharten Pflanzen ein. Bodenfrost, klar!

„Aber woran liegt das?“

Am Strahlungsfrost… dazu gibt es hier einen sehr interessanten Artikel bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosphärische_Gegenstrahlung

Ich habe es so verstanden, dass die Wärmeabstrahlung der Erde ins All, an klaren Nächten deutlich größer ist, als die Wärmestrahlung aus dem All. Die reflektierende Wirkung der Wolkenschicht fehlt, so das deutlich mehr Wärme abgestrahlt wird als an bewölkten Tagen. Ist es dazu auch noch windstill, ist der Frostschaden an Blattwerk am höchsten. Die Abstrahlung geht von der Oberfläche aus, daher kühlen besonders Blätter mit ihrer geringen Masse sehr schnell ab. Etwas Wind würde die Blätter stetig wieder aufwärmen, so dass diese nicht so stark herunterkühlen können. Der Erdboden oder die Blätter verlieren also Wärme durch Abstrahlung, aufgrund der direkten freien Sichtkontakt zum All… so mal ganz laienhaft betrachtet.

Man kennt es ja, dass der blanke Boden oft hartgefroren ist und die Gräser beim Drüberlaufen knirschen, obwohl es nach dem Außenthermometer doch gar nicht so knackig ist. Was kann man also tun? Wind und künstliche Wolken erzeugen! Boreas und Uranos… Helft!
Genau an dieser Stelle setzten Hersteller von sogenannten Energieschirmen an, die für Gewächshäuser Gewebeplanen anbieten, welche sozusagen als Wolkenschicht funktioniert und somit die Wärmeabstrahlung minimiert. Diese Planen bestehen aus eingewebten Alustreifen in einem ansonsten weißen Material (ok es gibt wie immer auch hier Unterschiede und ganz besonders tolle oder wirksame Planen, darauf möchte ich aber nicht weiter eingehen). Das wird teils auch genauso als Schattiergewebe verkauft. Es erfüllt ja andersherum im Sommer den gleichen Zweck, nämlich die Wärmestrahlung der Sonne teilweise zu reflektieren. Weil ich das hoch- und runterfahren der Energieschirme von Anfang an automatisieren wollte, habe ich die Alustreifenfolien-Idee gegen normal weiße Springrollos ersetzt. Diese lassen sich sehr einfach steuern und sofern sie nicht den gewünschten Effekt erzielen sollten, kann ich den Stoff der Rollos später ja noch gegen das spezielle Gewebe austauschen. Auf die Herstellung künstlicher Wolken im Gewächshaus habe ich verzichtet, weil ich nicht möchte das meine Pflanzen durch Hagel, Gewitter und Platzregen zerstört werden 😉
Mittlerweile habe ich aber schon festgestellt, dass auch diese einfachen weißen Rollos bei klaren Frostnächten bis -15°C etwas bringen. Sicherlich funktioniert die Alu-Gewebebahn besser, aber für meine Zwecke reicht das. Zumal die Seitenwände bis auf eine zusätzlich angebrachte Luftpolsterfolie ohnehin frei bleiben. Es wäre einfach zuviel Aufwand diese Bereiche auch noch abzuschirmen. Im kommenden Sommer sollen die Rollos dann auch als Schattiergewebe ihren Zweck erfüllen.
Scotty habe ich inzwischen also durch meine Steuerung Siemens Logo 8 (Möchtegern-SPS) ersetzt, die über die Funktion „astronomische Zeitschaltuhr“ die Rollos immer zur gleichen Dämmerungsphase rauf und runterfährt. Mechanisch habe ich nicht viel dafür gebraucht:

20m Schnur (möglichst mit gutem UV-Schutz wegen der Haltbarkeit)
Die dient einmal zum Aufwickeln und somit herunterziehen der Rollos, zum Anderen habe ich damit 2 Schnüre rechts und links unter den Rollos gespannt auf denen sie hoch und herunterrutschen. Dann hängen sie weniger durch.
4m Gewindestangen 6mm
3x Verbinder 6mm
1m Alu-Rohr (innen 6mm)
3 Lochwinkel (k.A. wie die richtig heißen, verzinkte Blechwinkel mit Löchern eben 😉  )
8x Karosseriescheiben 6mm Bohrung und 30mm Durchmesser
8x Mikro-Endschalter (wichtig! Öffner zur Sicherheit falls Kontakte im Gewächshausklima korridieren, sonst droht Zerstörung des Motors bzw der Kupplung)
4x weiße Springrollos (ganz simpel lassen sich die Kugeln aus der Mechanik entfernen, so das die Rollos nicht mehr blockieren können)
1x flexible Kupplung (Getriebemotor > Gewindestange)
1x 24V Getriebemotor 5Umdrehungen/min
Ok, es geht sehr sehr langsam damit, jedoch haben 4 Rollos beim Endauszug auch schon ganz schön viel Power. Es dauert ca. 12min bis die Rollos auf- oder zugefahren sind. Der Motor kann jedoch einfach von der Steuerspannung meiner Siemens Logo aus mitversorgt werden. Würde er schneller fahren, bräuchte er mehr Leistung. Mit einem Modell bis 15 Umdr./min könnte ich mir das sicher noch vorstellen, alles Andere benötigt dann wieder einen extra Trafo ( unnötiger Standby-Verbrauch) bzw. mehr Aufwand bei 230V. Da es von selbst funktioniert ist es aber egal wie lange das dauert.

Alles in Allem hat der Spass ca. 120 Euro gekostet.
Die Hälfte davon allein die Springrollos. Nicht gerade spotbillig, aber dafür ja auch mit Bastelspass und Hobby verbunden 😉 verglichen mit fertigen Systemen automatischer Schattierung ist das aber nur ein Bruchteil dessen was man dort an Kohle lassen kann.
Eine Montageanleitung oder ein Bauplan oder dergleichen gibt es nicht und ich werde auch keinen erstellen. Nicht weil ich ein böser Ignorant bin, sondern weil ich mehr spontan handwerke und nicht so der Detailplaner bin. Ich möchte meine Zeit auch nicht am PC vergeuden um etwas zu erstellen, was ich selbst nicht brauche. Bitte habt Verständniss dafür. Wer sich dafür interessiert schaut sich am besten die Bilder genau an, vieles habe ich auch dazu beschrieben. Das ist ja ohnehin schon fast eine Aufbauanleitung. Garantie gebe ich eh nicht auf meinen Eigenbaukram 😉 Eigentlich ist es auch kein Hexenwerk für Leute mit bisschen handwerklichem Talent. Es gibt viele Dinge die ich mal eben so schnell-schnell zusammengefrickelt habe, die man natürlich auch viel schöner und langlebiger gestalten könnte, mir reicht es jedoch wenn es funktioniert und es noch halbwegs im Rahmen bleibt vom Aussehen her.

Jetzt noch paar Bilder dazu…

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Was ist zu sehen…
Hinten der Getriebemotor, very schön mit Lüsterklemmen-Freiluftmontage 😉 Ok das mach ich vielleicht wirklich nochmal bissel hübscher… irgendwann 🙂
Die Gewindestange, welche die Schur aufwickelt und somit die Rollos runter zieht. Hoch fahren die allein durch die Federkraft der Rollos, wenn der Motor anders herum läuft.
Der Getriebemotor wird mittels 2 Umschaltrelais umgepolt. So eine Art „Hamburger Wechselschaltung“ Wichtig! Das Getriebe muss einen Drehrichtungswechsel vertragen können!
Die verbogenen Alu-Bleche halten pro Rollo einen Mikro-Endschalter (öffnet bei Endstellung), nicht schön aber funktionell.
Die Unterlegscheiben werden von Aluhülsen und Muttern zusammengedrückt und dienen als Spule für das Band, die Ösen halten nur das Führungsband auf dem das Rollo runterrutscht.

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Getriebemotor und flexible Kupplung. Die Kupplung ist wichtig, da sich die Gewindestange in einer starren Verbindung losejackeln würde. So gleicht die Kupplung leichte seitliche Wackler aus, oder wie man das auch sonst nennen möchte.

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Ähm ja für den selbstgebastelten Abstandshalter habe ich nur 3min gebraucht, da kann er eben nicht hübscher aussehen 😉 funktioniert aber perfekt. Das ist oben der Endkontakt, also einer der 4 Endkontakte.
Wenn das Rollo oben angekommen ist, möchte die Stange gern einmal herum, dabei drückt sie sich nach oben um den aufgewickelten Stoff. Diese Tatsache habe ich für den Endkontakt ausgenutzt und er meldet dann… richtig! Rollo ist oben, Abschalten bitte! Ist auch wieder ein Öffner. Klar geht das auch alles mit einem Schließer, aber wenn die Kontakte in der feuchten Gewächshausluft irgendwann korridiert sind, und das werden sie irgendwann sein, dann ist ein elektrisch nicht mehr schließender Schließer eine sehr schlechte Geschichte. Wenn der Öffner nicht mehr schließt, stört es weniger, weil die Anlage dann eben nur nicht mehr fährt, sich aber nicht selbst zerstört. Das der Öffner bei täglichem Betrieb nicht mehr öffnet weil er zusammenkorridiert ist, ist eher unwahrscheinlich, zudem sind 4 davon in Reihe. Alle am gleichen Tag werden schon nicht festgammeln…denke ich… hoffe ich 😉
In dem Bild sieht man auch das linke Band auf dem das Rollo nach unten rutscht.

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Hier die geschlossenen Rollos… Jaja die fliegenden Drähte… die sind inzwischen schon etwas schöner verlegt 🙂 Die Rollos könnten noch ein paar cm weiter schließen. Wenn ich Lust dazu habe mache ich die Bleche für die Endkontakte dann nochmal neu. die Kontakte stehen einfach zu weit in den Raum.

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man beachte meinen HighTec-Halter für den Mikroschalter rechts, einfach wunderschön 🙂 Der Metallwinkel sorgt an jeder Spule dafür das die Gewindestange auch da bleibt wo sie hingehört. Den Rest sieht man ja, brauch ich nichts weiter zu schreiben.

Das waren also meine vollautomatischen Ersatzwolken, mein „ENERGIESCHIRM“…
jetzt kommen wir zum künstlichen Wind.

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Das Gebläse zur Luftumwälzung. Es ist ein 3 stufiges Gebläse das aus einer alten Dunstabzugshaube ausgebaut wurde. Das Teil sorgt für ordentlich Luftbewegung. Die höchste Stufe nutze ich nicht sonst ist Sturm im Gewächshaus. wie ich inzwischen gelernt habe kann man damit auch sehr gut holzasche gleichmäßig im Gewächshaus verteilen. Unglücklicher weise stand eine Schüssel mit Holzasche genau dort wo die Luft hinbläst als ich den ersten Probelauf des Lüfters gestartet habe.
Oben saugt das Gebläse beidseitig die wärmere Luft ein und bläst sie auf den Boden (Wärmesenke). Einige Anbieter verkaufen sowas auch für teuer Geld, ich hatte den Lüfter eh übrig, also wieder was gespart.   Die Umwälzung sollte auch Schäden durch Staunässe verhindern helfen, da habe ich aber noch keine Erfahrungswerte. Meist läuft es in der kleinsten Stufe mit 20W. Bei klaren Winternächten schalte ich die 2. Stufe die um die 75W verbraucht. Bestimmt automatisiere ich den Kram auch nochmal irgendwann 😉
nachteilig auch hier wieder das es die „Ökobilanz“ meines Grünzeugs etwas verschlechtert. Ganz ohne Wermutstropfen gehts eben nicht immer. Andererseits weiss ich aber auch was wir dann essen. Ungespriztes Grünzeug, das in Punkto Geschmack und Inhaltstoffen natürlicher ist als das Industrie-Grünzeug.

Zusammengefasst ist also das Lüften und das Abschotten des klaren Winterhimmels ein recht wirksames Mittel gegen Pflanzenschäden durch Strahlungsfrost und beides hilft mit das Gewächshaus frostfrei zu halten. In erster Linie hilft dafür jedoch eine gute Isolation und ein möglichst luftdichtes Gewächshaus, das nicht allzuviel Wärme nach außen läßt. Ein Anlehngewächshaus ist auch etwas sparsamer mit der Energie, besonders wenn die Rückwand zur Nordseite ausgerichtet ist. Bei mir ist das Anlehngewächshaus an einen isolierten Holzschuppen gebaut, dieser ist allein ohne Zuheizung frostfrei. Die Ausrichtung der verglasten Seite ist bei mir zum Südwesten hin, im Nordosten steht der isolierte Schuppen und das Wohnhaus. Der Sockel ist mit wasserfestem Schaumstoff isoliert,damit der Boden keine Wärme zur Seite hin verliert, nach unten habe ich keine Isolierung vorgenommen. Das Glas ist Alltop Plexiglas in Doppelstegausführung. Das isoliert auch schon besser als Einfachglas.  Ich denke es sind die vielen kleinen Dinge die man tun kann und die in der Summe  viel bringen. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden, mit nur 400W sporadischer Zuheizung eine sehr sibirische Woche mit teils -15°C nahezu frostfrei überstanden zu haben. Im nächsten Jahr wird die warme Abluft aus dem Wohnhaus als Heizungsersatz dienen.
Wärme und Energie im Winter zu erzeugen ist eine schwierige Angelegenheit. Massenhaft Pferdemist einbringen um die Verrottungswärme im Winter zu Nutzen hilft auch, jedoch wäre mir das zuviel jährlicher Aufwand. Sonnenkollektoren arbeiten im Winter auch nur an sonnigen Tagen gut, dass eine nennenswerte Energiemenge zusammenkommt. Aber an sonnigen Wintertagen erreicht unser Gewächshaus auch allein durch die Sonneneinstrahlung schon Werte über 20°C. Wärme benötige ich in erster Linie nachts und an frostigen und bewölkten Tagen. Sicher ließe sich mit der Erde als Wärmespeicher noch einiges machen, aber der Aufwand und die Kosten werden mir dann zu hoch. Wenn ich die Möglichkeit nicht hätte mit der Abluft aus dem Haus zu heizen würde ich mich sicher intensiver damit befassen, aber so werde ich es damit gut sein lassen. Ich will ja auch keine Zitrusbäumchen oder Orchideen anbauen, sondern im Winter eben nur ein bisschen was frisches Grünes reinholen und frostempfindliche Kübelpfanzen über den Winter bringen.

 

 

 

2016 Januar

Legende:
WB = in Wärmebox mit Pflanzlicht
KH = ins frostfreie Kalthaus
MiniGWH = Mini-Gewächshaus im Kalthaus stehend
KHR = Kalthaus im Regal

Der Januar startet mit einem deutlichen Kälteeinbruch. Von den Frühlings hatten Temperaturen ist nichts mehr zu merken. -7° tagsüber und nachts unter -11°. Das ging auch nicht spurlos an den Pflanzen im Gewächshaus vorbei.

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Die Kapuzinerkresse hats stark getroffen. Es waren Plusgrade im Gewächshaus ( 3,5°) jedoch war die Nacht klar und die Froststrahlung hat dem Boden und den Blättern die Wärme entzogen. In der heutigen Nacht habe ich die Jalousien heruntergefahren und hoffe dem damit entgegenzuwirken. Zusätzlich habe ich noch die senkrechten Wände mit Polsterfolie ausgekleidet, bin gespannt was es bringt.

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Tagsüber waren max 20° im Gwh. Mit teils gefrorenem Boden ist das natürlich Stress für die Pflanzen. Der Rest hat es aber ganz gut überstanden. Die Rucolablätter waren auch gefroren haben aber keinen Schaden genommen. Nach der ersten kalten Nacht habe ich eine Zuheizung mit 400W zugeschaltet. Die Luftumwälzung (altes Gebläse aus einer Dunstabzugshaube) habe ich eine Stufe höher gestellt. Das bringt vermutlich mehr als eine erhöhung der Temperatung um weitere 2-3°C und ist auch sparsamer.

6.1.2016
Die Tage nach dem Frosteinbruch waren unverändert klar und kalt. Bis -11°C nachts. Am Mittwoch hat der Frost noch eine Schippe Eis draufgelegt, mit -15,6°C bislang die kälteste Nacht. Unter den 3 installierten Springrollos blieb es frostfrei. Ein Feld war jedoch noch offen, darunter waren die Wassertropfen auf den Blättern der Kapuzinerkresse gefroren. Im Gewächshaus habe ich mit 400Watt zugeheizt und einen alten Lüfter aus einer Dunstabzugshaube zur Luftumwälzung laufen lassen. Frostschäden entstehen  im Gewächshaus, wie gerade bemerkt, auch bei Plusgraden, sofern die Nächte klar sind und die Froststrahlung wirkt. Eine Luftumwälzung bringt da sicher mehr als ein leichtes zuheizen, weil die Blätter von Frostfreier Luft umspült werden und somit nicht so leicht erfrieren können.

Tja wieder so ein Möchtegernautarkundgesundlebenöko und dann eine elektrische Zuheizung mit katastrophaler Ökobilanz… Das geht doch gar nicht!
Stimmt, die ist mir noch ein Dorn im Auge, jedoch ist dort eine Lösung in Sicht. Unser Einfamilienhaus ist mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, die auch bei tiefen Temperaturen noch eine Ablufttemperatur von 6-12°C erzeugt. Diese Abluft werde ich später in das Gewächshaus blasen, was mir ein hoffentlich frostfreies Gewächshaus beschert. Zusätzlich kommt die kalte Zuluft für den Wärmetauscher künftig durch ein 32m langen Erdwärmetauscher (glücklicher Weise habe ich dies zu Hausbauzeiten schon bedacht, der liegt schon 1,5m tief im Boden), so dass am Frischlufteinlass eigentlich nur noch Luft mit über 0Grad ankommen sollte… theoretisch. Wärmer als direkt von draußen wird sie allemal sein. Das spart etwas Energie im Haus und erhöht auch die Ablufttemperatur noch etwas, wovon das Gewächshaus dann wiederum profitieren sollte. Soweit die Theorie. Weil das Probieren ja über das Studieren geht, und „müsste und sollte“ sich als leicht zerplatzende Denkblasen herausstellen  können, mache ich das nächsten Sommer einfach… so praktisch, mechanisch mit Hand und Fuß. Hinterher ist man ja immer schlauer 🙂

9.1.2016
inzwischen ist es wieder „wärmer“ nachts gibt es nur noch leichten Frost bis -3°C etwas weiter gelitten hat die Kapuzienerkresse auch in den kalten Nächten bis zum 8.1. somit ist die Pflanze jetzt eher ein Trauerspiel. Aber immerhin lebt si noch und wird auch weiter wachsen wenn es jetzt bei den Temperaturen bleibt.

Schnittlauch ins Freie gestellt, zum Blattlausgefrieren.

13.01.16
restliche 16 Kopfsalatpflänzchen Butterhead pikiert in Töpfe ins KHKresse ausgesät in die freigewordene Box

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26.01.16
Ernte Winterportulak
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im gemischten Salat sehr schön. Gesät am 6.11.15. Der November und Dezember war extrem mild, zusätzlich wuchs der Portulak in der Wärmebox mit etwas extra Licht. Ca. 12 Wochen hat er so gebraucht bis zur Ernte. In diesem Jahr werde ich ihn in 2 Kisten zeitversetzt aussähen. 1x am 01.10.16 sowie 1x am 01.11.16 zusätzlich noch eine Reihe im KH je nach Platz, die beginnend September alle 2 Wochen weitergeführt wird. Wird sich zeigen, ob im September überhaupt schon Platz dafür ist 🙂

27.01.16
1.Teil des Rasens auf der Ostseite plattgemacht, Flies eingelegt + 3cm Mutterboden darüber. Morgen dann Mulch bestellen und weiter gehts.

Im GWH Asiasalat pikiert in Töpfe ins KH.
Ist die Reinsaat-Mischung bestehend aus:
Pak choi, Mizuna, Grün im Schnee, Red Giant und Tatsoi.
Was aufgefallen ist, der Red Giant hat stärkere Schosser als die übrigen Sorten. die dunkelgrüne Sorte (vermutlich Tatsoi) ist fast gar nicht geschossen. Die Schosser habe ich einfach tiefer pikiert, mal schauen was draus wird.

Der Kopfsalat im Salatbaum entwickelt sich gut.

29.01.16
Aussaaten:
Kapuzinerkresse rot buschig v. Dreschflegel ins KH (Topf)
Kapuzinerkresse rot buschig v. Dreschflegel in WB MiniGwhFeldsalat Vit in KH Kübel (empfohlene Sorte Hb. Wintergärtnerei)
Pflücksalat White Dunsel v. Dreschflegel in WB MiniGwh
Radies Vienna ins KH
pikiert:
Asia Salat ins KH teils in Töpfe teils ins Freie pikiert
Rucola aus WB, gesät am 13.12. ins KH (Schale) pikiert
Feldsalat aus WB, gesät am 22.11. ins KH (Schale) pikiert

Beobachtungen:
2 der auspikierten Kopfsalate sind eingegangen (zu tief gesetzt)
mikernden Rucola vom 6.11. entfernt, Platz für Feldsalatsorte VIT genutzt,
Warum der Rucola dort so schlecht wuchs in anderen Behältnissen jedoch gut funktionierte ist mir unklar, einige Pflanzen 8 Wochen später gesät hatten dagegen die 10fache Blattmasse.

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Ideensammler

Wilder Sammelplatz für eigene Ideen, Geklaute Ideen, bzw. Erfahrungen anderer zum Ausprobieren


Birnensorten:

Josefine von Mecheln: lagerfähig bis März

Madam Verte: lagerfähig bis jan

Gräfin von Paris: lagerfähig bis Februar

Esperens Bergamote: lagerfähig bis April

Clapps Liebling: genussreife 8-9

Teltower Rübchen Infos:
ganzjährig im Gwh anbaubar
März bis Mitte April im Freiland
Juli bis 17.August im Freiland.
Pflanze ist frosthart rüben nur leicht anhäufeln für Überwinterung

Trelista:

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Trelista von Plastkon nennen sich diese stapelfähigen Pflanzschalen. Hier 2x das 3-töpfige-Modell zusammengesteckt. wirkt stabil und man kann es auch an einer Kette aufhängen. sehr schöne Alternative zu den Bastelrohren. Der Durchmesser ist ca 35cm 6 Töpfe dann 70 cm hoch. Kostenpunkt 10€ als 3 Teiler, sowie in der gezeigten 6teiligen Kombi dann 20€. feine Sache.

Neue Erkenntnisse aus Lubera-Vortrag/Videos
Wachsen lassen, Ruhe bewahren, nicht kümmern, also wenig 😉
– Himbeeren erst im Frühjahr beschneiden nach Austrieb der jungen Triebe
– Obstbäume gar nicht bis wenig beschneiden, lieber in die Waagerechte oder leicht schräg nach unten binden, dann mehr Fruchtansatz und weniger Wuchertum
– Vierbeere anschaffen 🙂 , nötig sind leider 2 Sorten wenn Fruchtertrag erwünscht. Beeren im Herbst reif wo sonst nicht mehr viel an Obst zu holen ist im Garten
– Kompost erst im zeitigen Frühjahr aufbringen wegen Auswaschung der Mineralien, das mache ich ohnehin schon so, bestätigt mich aber.
– Issai Kiwi hat angenehmen kompakten Wuchs, leider sehr spät evtl bei uns im Norden zu spät? Für unsere Sonnenfalle aber evtl geeignet?
– Purpurna 3 Wochen früher reif, leider zu großer Wildwuchs. für Terrassennähe ungeeignet daher.

gute Erfahreungen Asiasalatmischung „Oriental Mix“ von Reinsaat
ich hatte parallel auch Samen anderer Hersteller die bei Weitem nicht so gut aufgelaufen sind. Angesät habe ich von Nov. bis Februar im KH bei unterschiedlichen Erden. Ich werde daher bei dieser Salatmischung bleiben. Normal bin ich kein Freund von Mix-Saaten aber die enthaltenen sorten sehen so unterschiedlich aus, das sie eindeutig zu identifizieren sind, spätestens nach 8 Wochen.
enthalten sind:
Pak choi (gefühlt meiden meine Blattläuse Asiasalate eher, diese Sorte jedoch nicht so sehr. Die ist genauso oft befallen wie der Feldsalat Verte de Cambrai oder der Kopfsalat Butterhead)
Mizuna
Grün im Schnee
Red Giant
Tatsoi
Rouge metis (diese Sorte ist sehr robust, meiden die Blattläuse und sogar die gefräßigen Raupen, die ich im GwH hatte/hab :/ )
White Celery Mustard: die Sorte ist sehr wüchsig

Salatsorten Salanova
sind angeblich Blattlausresisstent und verarbeiten sich wohl sehr gut. Nur am Schwärmen die Blogger.
Der Salanova ist ein Multiblatt-Kopfsalat. Zwei- bis viermal so viele Blätter gegenüber einem gewöhnlichen Kopfsalat heißt es.
Salanova Descartes grün, sowie noch eine rote Sorte sind bestellt. da bin ich gespannt! 3,99EUR ein Tütchen von diesem Wundersamen.
Nachtrag 10.04.16 – jedes Korn ein Treffer, sind 1A aufgelaufen und wachsen sehr schnell

Asia Salate für ganzjährigen Anbau im Kalthaus:
Grün im Schnee – extrem winterharte Sorte
Red Giant – sehr wüchsig
beide Sorten in der Asia-Salatmischung von Reinsaat enthalten

Kartoffelturm aus Springsack:
lässt sich schrittweise 1m hoch häufeln,
kein aufwendiger Aufbau,
bedingt wiederverwertbar.

Kartoffelsackreihe (meine Anbaumethode 2016):
in Pflanzkübelgroße Plastesäcke mit normaler Erde. Simpel in der Handhabung, da Säcke leicht händelbar.
Sack auf die Schubkarre auskippen ernten. gebrauchte Erde auf Kompost verteilen.
kann ich hinstellen wo Platz ist außerhalb des Gartens. In Reihe aufgestellt mit daraufliegendem Tropfrohr schnell bewässert, weniger Wasserbedarf als im Beet.
Für 2016 habe ich meine Anbaumethode gefunden, bin gespannt 😉
Update 2018:
Ich habe 2017 den Gegentest gestartet mit konventionellem Anbau im Boden. Ganz bewusst habe ich nicht bewässert und der Ertrag stimmte auch. Es macht insgesamt viel weniger Aufwand als die Sackmethode. Diese hat mit viel und auch zwingend notwendigem Bewässern zwar auch sehr gut funktioniert, aber weniger Aufwand für das gleiche Resultat, da sage ich doch nicht nein 😉 Das Hantieren mit der Erde kann ich mir zudem ebenfalls sparen.

Kartoffelturm aus Schilfmatten:
lässt sich schrittweise 1,5m hoch befüllen,
geringer Aufwand beim Aufbau,
3x 4 Kartoffelpflanzen jeweils am Rand platziert, Kartoffeln treiben durch das Schilf
bedingt wiederverwertbar, evtl. mit Edelstahldraht gebunden.
zylindrischer Aufbau bzw, quer auch als Hochbeet denkbar
Nur für Kartoffeln ist mir der Aufwand zu hoch… mit 1/2m³ Erde zu handtieren, nee

weitere Anbaumethode:
Kartoffeln auf den Rasen legen, handvoll Holzkohle dazu, Stroh drüber, fertig.

Kartoffeln im Strohsack:
Stroh/Holzkohle+Kartoffeln, Sack gießen fertig… Häh? Und die Nährstoffe, die normal aus dem Boden stammen? Das ist mir zu schräg irgendwie…

Erdbeerbaum + Salatbaum
die mit Säge und Brenner erstellten Pflanztaschen gefallen mir besser als die übliche Vorgehensweise mit reingeschnittenen Löchern.
Von oben Gießen und alles ist bewässert ist eine schöne Theorie funktioniert aber praktisch gar nicht… oben ist sumpf und unten bleibts trocken, verwende ich lockere und durchlässigere Pflanzerde, so rauscht die mir mitsamt Pflanzen beim Gießen aus den Taschen. In den Etagen habe ich noch mit Aluflechtgewebe + Blähton experimentiert, trotzdem funktioniert das Gießen nur von oben nicht wirklich gut. Dank der nach außen aufgeweiteten Taschen, läuft das Wasser aber am Rohr runter und in die Taschen rein. Mir ist noch zu wenig Masse in den 125er Rohren, was bei großer Trockenheit vermutlich zum Problem wird wenn man nicht täglich gießt. Ein fettes 300mm Rohr wäre hier die bessere Wahl. Kommt irgendwann…
Weiß gestrichen habe ich sie zum Einen wegen der sonst hässlichen Optik „Abflußrohr“ sowie zum Schutz der Wurzeln im Sommer…die werden zu heiß. Bearbeiten lassen die sich sehr gut mit Flex und Flamme.

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Update 19.03.16, das ist doch schon ein unterschied zum obigen Bild, funktioniert super mit dem Salatbaum, zumal dort auch die Raupen nicht hochklettern mögen. Die fressen nur alles was direkt auf dem Boden angepflanzt ist auf… grrrr 😉
Die Rohre haben einen sehr geringen Platzbedarf und funktionieren, zumindest von Winter zum Frühjahr, sehr gut im Gwh.

Kartoffelsorten Merker

Saponiera: groß&unkompliziert
Linda: mittel, fest, sehr guter Geschmack, beliebte Sorte in Deutschland. Update 2018: ist unser Favorit geworden.
Rosara: sehr früh, vorwiegend fest, unkompliziert, guter Geschmack
La Ratte: früh,fest, sehr guter Geschmack, beliebte Sorte in Frankreich
Duke of York – Erstling: sehr früh, blass, guter Geschmack, beliebte Sorte in England
Belle de Fontenay: früh,fest, sehr guter Geschmack
Annabelle: früh, kräftiges gelb, guter Geschmack
Belana: mittel,fest, guter Geschmack, sehr gut lagerfähig
Senna: mittelfrüh, fest, rotschalig, guter Geschmack, gut lagerfähig
Sieglinde: früh, fest, sehr guter Geschmack
Golden Wonder: spät,mehlig, braune Schale (gut unterscheidbar),sehr guter Geschmack, lagerfähig??? wäre dann Die Suppenkartoffel.

hervorgehobene Sorten werden dieses Jahr getestet, durch Ihr unterschiedliches Aussehen gibt es keine Sortenverwechslung.
Fokus bei der entgültigen Sortenauswahl ist:
unkomplizierte, unanfällige Sorten
ordentliche Größe wg. Aufwand bei Zubereitung
besonderer Geschmack
Lagerfähigkeit bei späten Sorten

Ideenmerker Solawi Erweiterung für dunkle Jahreszeit:
Pilzzucht > Bedarf: kühler dunkler Raum, Sägemehl, Kaffeegrund, Sporen
Als Symbioseprojekt möglich. Anlehngewächshaus mit dahinterliegendem Pilzzuchtraum gemauerte Ziegelwände, isoliertes Dach, Nordwand mit Erdaufschüttung.
Vorteile fürs Gewächshaus: Wärmespeicher Ziegelwand (früher frostfrei> Voranzucht Gemüse, Südländisches Obst/Gemüse z.B. Melone)
Vorteile für die Pilzzucht: frostfreier erdfeuchter Raum mit relativ gleichbleibendem Klima, wegen Erdaufschüttung der Nordwand + Isolierung Dach.

Brokkolli 2 Ernten pro Jahr…

1. Aussaat Anfang März

1. Auspflanzung Ende April unter Gaze

Ernte 1.Juli (2019 bestätigt)

2. Aussaat Ende Mai (Freiland Schatten)

2. Auspflanzung Anfang Mitte Juni.

Eine Zwischenpflanzung (Aussaat Anfang April, Auspflanzung Ende Mai, Ernte) wäre ebenso möglich. Quelle: 600 Ratschläge für den Gemüsegarten, Franz Böming

Anbau nächstes Jahr mexikanische Minigurke und Zitronengurke