unsere Salate & Artverwandte

Feldsalat Verte de Cambrai
der keimt zuverlässig auch über Winter im Gwh. Mit dem hatte ich keine Schwierigkeiten bislang, ich säe ihn in Schalen im Gwh in Reihen oder breitwürfig auf kleiner Fläche um ihn dann später zu pikieren. Der schmeckt auch sehr gut, ist knackig und lässt sich leicht gekühlt auch etwas lagern, wenn nicht alles am Erntetag verbraucht wird. Der Geschmack ist angenehm nussartig, somit wird einem jetzt auch die Bezeichnung Nüsslisalat viel klarer. Kein Vergleich zu Discounter-Feldsalat, der hat diesen Nussgeschmack nicht, oder nicht mehr intensiv genug für meinen Gaumen. Funktioniert auch draußen, wenn ich im Herbst einsäe und im April ernte, allerdings will ich den Garten meist anfang März startklar machen.

Feldsalat Vit
mit der Sorte habe ich Schwierigkeiten, die keimt bei mir schlecht im Vergleich zum Verte de Cambrai. Nur eine von 3 Aussaaten hat funktioniert. Die Letzte Aussaat war ein direkter Vergleich unter identischen Bedingungen mit dem Verte de cambrai. Letzterer lief auf, der Vit gar nicht. Werde ich daher nicht wieder anbauen.

Rucola Salatrauke rundliche Blattform
war bei mir recht empfindlich und wuchs sehr langsam…

Rauke Eruca sativa gefiederte Blattform
die ist sehr gut gewachsen, die Sorte ist robust, schießt aber recht schnell. Daher immer in Etappen aussehen und als Babyleaf ernten. Ich säe ihn breitwürfig in Schalen. Geht sehr gut als Wintergemüse im GWH.

Brunnenkresse Saatgut von privat:
hat leider gar nicht funktioniert…

Kopfsalat Butterhead:
schmeckt gut, ließ sich problemlos über Winter im Gwh ziehen, hat so allerdings keinen Kopf entwickelt, aber sehr große knackige Blätter. Sehr anfällig für Blattläuse, die Pflanzen in Töpfen habe ich regelmäßig abgestrahlt, dann ging es. Wächst aber sehr langsam.

Salanova Salate:
soll Blattlausresistent und erntefreundlich sein, keimt und wächst sehr schnell, mehr bisher noch nicht bekannt.

Update 22.04.16: Auf allen drei Sorten sind Blattläuse zu sehen… mag ja sein, dass diese Salate es besser wegstecken ( wird sich zeigen)  bzw. weniger befallen werden als andere, aber unangetastet bleiben sie zumindest schon mal nicht!

Seneca RZ grün:
Descartes grün:ß
Seurat rot:
Update 2019 ich werde noch die Reste verbrauchen, bleibe jedoch bei meinen Favoriten. Das Saatgut ist sehr teuer und nicht samenfest, da Hybrid.

Pflücksalat Witte Dunsel von Dreschflegel:(Favorit)
brauchte etwas Anlauf gefällt mir aber momentan sehr gut. wenig anfällig für Blattläuse. Infos zu weiterem Wachstum plus Geschmack später…
Update 25.04.16:
beim Direktvergleich unter identischen Bedingungen ist zu sehen, das der Witte Dunsel deutlich schneller keimt und wächst als der Salanova Descartes, der mir bisher als der Zügigste im Wuchs vorkam. Das lag aber an unterschiedlichen Aussaatzeiten und Bedingungen. Der Vergleich zeigt es deutlich.
Update 2019: ich benutze immer noch die 4 Jahre alte Samentüte und es ist nahezu jedes Korn ein Treffer.

Salad Bowl von Dreschflegel: (Favorit)
ein schöner Eichblattsalat der vorgezogen und verpflanzt, auch draußen eine gute Figur macht.

Winterportulak:
extrem anfällig für Blattläuse die ihm auch stark zugesetzt haben. Den konnte man essen, aber als die Geschmacksexplosion empfand ich ihn nicht gerade, da ziehe ich mir dann doch lieber Blattsalate.

„Asia Salate“:
…sind eigentlich keine Salate aus botanischer Sicht sondern Senfgewächse. Von den Blattsenfsorten gibt es milde, herbe und scharfe Sorten.
Asia Salat Oriental Mix von Reinsaat, war völlig problemlos… mehrfach ausgesät und hat immer zügig gekeimt. Asiasalate machen Spass, bringen viel Abwechslung und weniger Probleme als mit normalen echten Blattsalaten und sie sehen einfach spannend und ungewohnt, eben orientalisch aus. Wir haben anfangs Asiasalate gedünstet pur verspeist. Das war bei der ersten Ernte sehr kräftiig und lecker. Genau dasselbe haben wir von Pflanzen gebrutzelt, die 2 Wochen länger im GWH standen, und das war pur nicht mehr genießbar, weil es total herb geworden ist. Gleiche Pflanze, gleiche Zubereitung… Anscheinend entstehen bei stärkerer Sonneneinstrahlung mehr Bitterstoffe, ähnlich wie bei manchen Salatsorten, die dann bitter werden. Pur zubereitet muss man also etwas vorsichtig sein, das man sich die Gäste nicht vergrault, bzw. als Schwiegermutteressen gut geeignet 😉

Red Giant:
wächst zu Anfang etwas langsamer als andere Sorten schießt aber nicht und bekommt riesige Blätter, eben Giant…Diese sind aber sehr brüchig. Einmal quer durchs gewächshaus gekrochen, knackt es bei jedem zarten Kontakt. Roh recht scharf, gedünstet läßt die Schärfe nach.

Tatsoi / Pak choi / Mini Pak Choi:
schießt recht schnell und ist sehr anfällig für Blattläuse. Geschmacklich ok, kann man mild nennen, ist aber keine große Offenbarung. Als Salatmix-Zutat sicher ok, vor allem zum Abmildern der scharfen Blattsenfzutaten hilfreich, Von der Wuchsform her sehr spannend.

Rouge metis (Favorit)
diese Sorte ist sehr robust, den meiden die Blattläuse und sogar die gefräßigen Raupen, die ich im GwH hatte/hab :/
geht irgendwann in die Höhe dann wird der Stiel holzig und die Blätter bitter, kann man daher nur als Jungpflanze ernten bzw. braucht die Pflanze mehr Licht und weniger Temperatur um nicht in die Höhe zu schießen. Also nach dem Pikieren mit ca. 10cm Pflanzengröße rauspflanzen und beobachten wie die Entwicklung dann verläuft. Geschmacklich sehr interessant, eher etwas herb. Macht sich im Salatmix auch optisch sehr gut. 2017 habe ich eine Pflanze aussamen lassen. Diesen Samen habe ich 2018 genutzt und der war sehr keimfreudig. Daneben gefallener Samen sorgte auch draußen für einige Selbstläufer.

Grün im Schnee:
diese Sorte bringt ausladende Pflanzen mit großen Blättern, die ich auch im März als 15cm große Pflanze schon problemlos ins Freie verfrachten konnte. Leichten Frost kann die Pflanze ja ab. Schießt nicht so schnell wie andere Blattsenfsorten.

White Celery Mustard:
die Sorte ist sehr wüchsig schießt aber auch schnell. Hat bei mir nicht diese großen dicken Stiele entwickelt, wie man sie von den Produktbildern kennt…. Ist auch recht anfällig für Blattläuse. Geschmacklich sehr mild, kann man bedenkenlos in großen Mengen in den Salat hauen. Die Konsistenz der Blätter erinnert bisschen an weiches Leder. geschmacklich reißt das Kraut mich aber nicht vom Hocker. Deshalb und wegen der Neigung zum schnellen Schiessen werde ich die Sorte nicht mehr anbauen.

Mizuna:
schaut wie ein Mix aus Rouge metis und Grün im Schnee aus. Sehr wuchsfreudig und ausladend, kräftige Stiele.

Stielmus Brassica rapa (Favorit)
Quasi umgezüchtete Mairübchen mit wenig Rübchen aber dicken Stielen. Kann sehr früh gesät und geerntet werden. Die Samen müssen relativ frisch sein. Restesamen vom Vorjahr brachten weniger Pflanzen als danebengesätes frisches Saatgut. Sehr lecker gedünstet und weniger herb als gedünstete Blattsenfe.

Wassersellerie, knotenblütiger Sellerie Apium nodiflorum
Auch neudeutsch unter Sedania zu finden. Das ist ein recht unbekanntes altes Blattgemüse, das etwas nach Möhre riecht und schmeckt. Gefunden habe ich dies in unserer Natur großflächig unter Wasser in einem Bachlauf wachsend. Einige Pflänzchen habe ich als Wasserpflanze für unseren Minifroschteich mitgenommen und es wächst sehr gut weiter. Wassergemüse ist ein sehr spannendes Feld, damit muss ich mich mal intensiver auseinandersetzen.

unsere Beerensorten

Stachelbeeren
– Lubera crispa flavia (neue Mehltauressistente Sorte, extrem früh, Ernte Anfang Juni mit großen Früchten 2016 erst erworben, Erfahrungen später)
Im letzten Jahr wurde sie von der Stachelbeerblattwespe (deren Raupen) kahlgefressen, das warten auf die erste Frucht geht weiter. 2017, 2018 kein Ertrag, k.A. meine anderen Stachelbeeren hingen immer voll. 2 Jahre geb ich ihr noch 😉
– alte rote Sorte leider unbekannt (sehr spät, trägt aber sehr zuverlässig gut über mehrere Jahre schon, große rote Früchte)
– alte rote Sorte leider unbekannt (früh, rote und süße Früchte, trägt zuverlässig gut über mehrere Jahre schon)

Schwarze Johannisbeeren:
– Lubera Cassissima Noiroma (neue Mehltauressistente Sorte mit großen Früchten 2016 erst erworben, Erfahrungen später)
Update:
Ja der Strauch ist nun definitiv eine weiße festfleischige Johannisbeere, offensichtlich wurde da was vertauscht bei Lubera. Ich lasse Sie stehen, geschmacklich und vom Ertrag her ok, was es ist weiß ich aber nun nicht.

Rote Johannisbeeren:
– da haben wir nur eine als Hochstamm, die Sorte Rovada wenn ich mich recht entsinne.
mit dem Hochstamm bin ich nicht wirklich glücklich, angedacht war ein Hochstamm wegen mehr Platz, aber der Ertrag ist mau der Wuchs auch und während ich bei Bodensträuchern sehr mutig wegschneide zum Verjüngen habe ich da so meine Probleme. Was soll ich wegschneiden wenn da fast gar nichts passiert?
im Dritten Jahr war die Ernte extrem mau. Unten treibt der Untersatz ständig neu aus und nervt. Ich habe Stecklinge von der Beere gemacht und schaue jetzt diese als normalen Strauch heranzuziehen. Die Trauben waren im ersten Jahr sehr lang und die Beeren dick, das hat mir schon gefallen, aber die Folgejahre war nichts mehr mit voll und auch nichts mit neuen Trieben.
Update 2019: Ist dem Spaten zum Opfer gefallen, Platz für Neues.

Rovada
vor 2 Jahren gepflanzt, bisschen stiefmütterlich behandelt und so sieht sie auch aus. in diesem Jahr bekommt sie Pferdemist unters spärliche Laub und dann werden wir weiter sehen. Geschmacklich eine normale erträglich saure rote Johannisbeere

Jonkheer van Tets
dito wie Rolanda, nur hat sie die stiefmütterliche Behandlung eher weggesteckt, auch hier geschmacklich wie Rolanda. Zur Traubenlänge und Wuchs in den nächsten Jahren mehr, die muss erst mal richtig Fuß fassen.

Weiße Johannisbeere:
– eine leider unbekannte alte Sorte, die ganz gut trägt mittels Verjüngungsschnitt. die Trauben sind recht kurz, bisschen Zeitaufwendig die Ernte daher.  Gibt sicher bessere Neue. Ich werde mich umschauen und einen der beiden Sträucher gegen was Moderneres tauschen. Luberas Glasperle schaut ganz ok aus.

Die zweite weiße unbekannte Sorte… siehe unter „Schwarze Johannisbeere Lubera Cassissima Noiroma“ 😉

Vierbeere, eine Lubera weiterentwicklung der Goldjohannisbeere
gepflanzt Ende 2016 bildet sie jetzt 2018 die ersten Früchte aus, später mehr wenn sie reif sind…
netter unkomplizierter Strauch der im Herbst eine schöne Rotfärbung hat.
Uptdate 2018: Die Früchte sind saulecker. Reif sind sie dann wenn sie schon leicht anfangen zu schrumpeln und sich die Wespen darüber hermachen um an den extrem süßen Saft heranzukommen.

Aronia
gepflanzt Ende 2016 bildet er jetzt zahlreiche Fruchtstände aus, aufgrund der Strauch“größe“, wirds vielleicht für ein Glas Marmelade reichen. Später mehr.
Update 2018: Die Früchte habe ich pur gegessen, gemischt mit 50% Brombeeren. Pur zieht es dir alles im Mund zusammen, aber dennoch ist die Beere sehr fruchtig. wenn mal größere Mengen da sind kann ich mir davon auch ein Sirup ähnlich dem von uns verwendetem Holundersirup vorstellen. Als Stärkungsmittelchen im Winter mit heißem Apfelsaft z.B.

unsere Tomatensorten

Die folgenden Sorten hatten wir im Laufe der Jahre hier bei uns im Nordosten Deutschlands angebaut. Die Sorten mit Fettschrift sind unsere Favoriten die wir jedes Jahr anbauen. In erster Linie zählt für uns der Geschmack, an zweiter Stelle der Ertrag.

Bloody Butcher
kann am Anbau oder Jahr gelegen haben, aber sie hat uns vom Geschmack und vom Ertrag her nicht zugesagt.

Berner Rose
große Fleischtomate mit sehr kräftig würzigem Geschmack, sehr weich. 2017 hat man uns ein O für ein B verkauft, so dass wir statt vielen Berner Rosen nur Ochsenherz-Tomaten angebaut haben, Diese hatten ordentlich Ertrag aber kamen geschmacklich bei weitem nicht an die Berner Rose ran. Ich hoffe in diesem Jahr 2018 wieder die richtige Berner Rose erwischt zu haben. Diese Tomate bauen wir schon sehr lange an und es gibt nichts besseres, als ein dickes Schnitzel Berner Rose auf dem Butterbrot liegen zu haben 🙂 My very best, zumindest unter den Fleischtomaten.

Ochsenherz
Bestellt habe ich privat bei Onkel Ebay die Berner Rose, bekommen habe ich aber Ochsenherz, was solls, essen kann man die ja auch. Diese Sorte ist eine rote Fleischtomate, recht wüchsig und sehr ertragreich. Deutlich Ertragreicher als die Berner Rose würde ich sagen. Sie neigt zum Grünkragen wenn sie zuviel UV-Licht auf die Mütze bekommt. abgeschattete Exemplare waren ohne Grünkragen und die in der Sonne Stehenden waren teils nur zu 2/3 genießbar.
Geschmacklich nicht unbedingt schlecht, aber gegenüber der Berner Rose oder der Malakithovaya Shkatulka weit abgeschlagen. War interessant aber nicht unsere Sorte.

Malakhitovaya Shkatulka (Gesundheit!)
Danke! eine Grüne Fleischtomate etwas gelblich rötlich marmoriert, mit sehr markantem Geschmack, der auf dem Niveau der Berner Rose liegt. 2017 das erste Mal angebaut wuchs die Sorte sehr kümmerlichlich, hatte wenige, aber sehr große und sehr gute Früchte. Aufgrund des Geschmacks ist diese Sorte in diesem Jahr wieder im Programm, und siehe da, sie wächst prächtig und kräftig. Manchmal liegts eben am Jahr, am Samen oder am Gesang der Waldameise. Bin gespannt wie Sie sich in diesem Jahr 2018 schlägt. Im letzten Jahr hatte ich sie noch als Sorgenkind bezeichnet und wollte sie gar nicht mehr anbauen. Gut das ich es doch tat. Ich mache sie jetzt einfach zum Favoriten aufgeschnitten ist sie ja ein unschlagbares farbenfrohes und leckeres  Prachtexemplar. Ein Vorteil hat Sie noch, sie bildet kaum Geiztriebe und wird weder hoch noch breit, die Sorte kann man enger pflanzen.

Süße von der Krim
Cocktailtomate sehr süß extrem ertragreich und über lange Zeit. Sie ist geschmacklich identisch mit der Angora Super Sweet, hat aber minimal größere Früchte. Momentan my very best, zumindest unter den Cocktailern.

Matina
sehr wüchsig und früh tragend, über die Saison setzte sie allerdings völlig aus k.A. warum. (2015 und 2016 angebaut) Sie legte im Herbst dann nochmal mit Früchten los. Geschmacklich wenig überzeugend. Diese Sorte haben wir ab 2017 gegen die Auriga ausgetauscht, die geschmacklich mehr überzeugte und auch kontinuierlicher „produzierte“. Der Ausfall der Martina muss aber nicht sortenbedingt gewesen sein, es gibt ja vielerlei Parameter an denen dies liegen könnte. Dennoch… Martina ist raus! 🙂

Lukullus
2015 angebaut, war recht enttäuschend vom Ertrag und Geschmack.

Himmelsstürmer
Die heisst nicht umsonst so… schießt schnell hoch, trug dafür allerdings im GWH dann auch erst in einer Höhe,in der man sie schon wieder umlenken muss. Für draußen am Regenfallrohr habe ich sie 2017 nochmal eingeplant. Ertrag war gut, normale Tomatengröße. Geschmacklich ok, löste aber keinen Anflug von Begeisterung aus, wie bei der Berner Rose, Malakitovaya Shkatulka oder der Süßen von der Krim z.B. Bis zu einem Meter war sie die schnellste und kräftigste Tomate bei der Anzucht, Danach gabs allerdings gelbliche Blätter, so dass unten nach dem Entfernen nur noch ein 1m kahler Stiel stehen blieb. Der Trieb schoß aber weiter und alles darüber blieb auch grün. Die Erfahrung haben ich mit 4 Pflanzen an unterschiedlichen Standorten gemacht. Sah eine zeitlang nach einem Sorgenkind aus.

Principe Borghese
Dattelförmige Cocktailtomate, sehr fleischig, wenig Glibber, dafür aber auch etwas mehlig und neutral im Geschmack. Positiv ist die Robustheit und der Massenertrag. Dennoch schafft sie es dauerhaft nicht in unser Gewächshaus oder unters Vordach

Angora Super Sweet
Angebaut 2015 und 2016, sehr süße aromatische Cocktailtomate. 2017 habe ich mich gefragt ob die Süße von der Krim und diese nicht dasselbe ist. Geschmacklich kann ich sie nicht auseinanderhalten und auch vom Ertrag und Aussehen nicht wirklich. Nach meinem Eindruck ist die Süße von der Krim minimal größer, kann aber auch Zufall gewesen sein. Sie wächst auch im Kübel unter unserem Dachvorstand sehr gut .

Humosa
Normalgroße rote Tomate. Sehr wüchsig, in diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut, alle 3 Pflanzen (im GWH, unterm Dachüberstand und im neuen östlichen Wandschrank ) sind groß und kräftig und haben schon ordentlich was dran… Nachtrag: Geschmacklich sehr neutral, etwas langweilig. 2019 geben wir Ihr eine zweite Chance.

Aromastar
Etwas größere Cocktailtomate, dunkle Färbung, sehr kräftiger Wuchs, viel dran pro Rispe, in diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut. Nachtrag: Wow diese Cocktailtomate hat mich echt überzeugt. Die trägt sehr lange wenn andere schon aufgegeben haben und schmeckt dann auch noch gut. Die letzten haben wir 2018 Ende November geerntet. Die Pflanze wächst sehr stark und braucht viel Platz. Der Ertrag war pro Pflanze sehr hoch. Fast überreife Tomaten entwickeln einen Geschmack der an Litschis erinnert. Während die Süße von der Krim sehr süß ist, hat die Aromastar bei gleicher Süße etwas mehr Säure und ist würziger. Die Tomate hat auch im Freiland gut getragen. Die Früchte sind etwas größer als die der Krim-Cocktail-Tomate.Mein absoluter Favorit bislang.

Mutige von der Oder
Soll recht robust sein, momentan bin ich aber weder vom Wuchs noch vom Fruchtansatz angetan, aber sie hat auch noch 4 Monate Zeit mich zu überzeugen. In diesem Jahr 2018 das erste Mal angebaut. Nachtrag: Mutig war sie immerhin… so nahezu ertrags- und geschmacklos zwischen meinen anderen Sorten zu wachsen.

Tschernji Prinz
Könnte auch Rigottis Liebste heißen 🙂 Nach den vielen lobenden Worten steht sie in diesem Jahr 2018 das erste Mal im GHW.
Nee… Neeee Rigotti! Entweder braucht die spezielles Rigottiklima oder mein Gaumen ist des Prinzen nicht würdig. Die schmeckt bei weitem nicht so spannend wie die Berner Rose, oder Shkatulka. Selbst die Ochsenherz fand ich besser. Das GehWeg x Haus hat gesprochen und sagte: Für Prinzen verboten!

Bosque blue
In diesem Jahr 2018 das erste mal angebaut, hübsch rot braun gefärbt, etwas hart, etwas mau. Hat nicht überzeugt.

Blaue Tomate
In diesem Jahr 2018 das erste mal angebaut, wegen der Färbung bin ich häufig drauf angesprochen worden, jedoch ist die Tomate geschmacklich kein Gewinnertyp. Sehr hübsch ist jedoch der rote Stern im Blau, wenn man den Stiel entfernt.

Auriga
eine normalgroße gelbe Tomate, relativ früh, geschmacklich ok, aber nicht der Burner. Bislang war es die beste von uns getestete frühe Sorte, Die Humosa ist noch früher und noch wüchsiger, haben wir aber erst in diesem Jahr angebaut, sofern der Geschmack stimmt, könnte Sie der Ablöser der Auriga werden. Sofern die Gärtnerin auf gelbe Tomaten verzichten kann 😉 Die Auriga hatten wir 2016 und 2017 angebaut, in diesem Jahr 2018 habe ich sie nur mit entnommenem Saatgut angebaut, eine Pflanze hatte sich eingekreuzt und deutlich größere gelbe Früchte mit gleichem Geschmack produziert. die Humosa mag mehr dran haben, aber die Auriga punktet mit etwas mehr Geschmack und dem Aussehen. Komisch… bei den normal großen Tomaten haben wir noch keine Sorte gefunden, die uns geschmacklich beeindruckt hat. Da hilft nur weiter suchen.

Feuerwerk
2019 im Anbau… hochgelobte Fleischtomate

Caspian Pink
2019 im Anbau

Kumato
2019 im Anbau

Mariannes Peace
2019 im Anbau

Wildtomate
v Manfred Hans 2019 im Anbau (Freiland)

Blush Tiger: Favorit der SelfBio-Gemeinde
2019 im Anbau, so sie denn noch aufläuft.

 
Anzucht:
Ich ziehe ab 2018 nur noch im Anlehngewächshaus vor ab Ende März/April. Das spart Arbeit und die Pflanzen sind auch nicht viel kleiner als drinnen Vorgezogene.  Vorgezogen wird in zugekaufter Blumenerde, unser Kompost ist mit Vogelmiere verseucht, zudem sind dort auch Tomatensamen drin, dann weiß ich später nicht mehr was Wildwuchs und was die gewollte Tomate ist. Daher nehme ich hierfür lieber keimfreie Anzuchterde.

 

Merker:
folgende Tomatensorten klingen interessant, daher möchte ich sie in den nächsten Jahren testen.

 

Schwarze Krim: ähnlich der Tschernij Prinz, schmeckte selbst Rigotti im Test besser 🙂

Native Sun: gute Kritiken

Dolce Vita: süß, aromatisch, ertragreich

Kiev: „Große, rote, runde bis längliche Früchte mit hervorragenden Geschmackseigenschaften! Eine hoch wachsende, sehr produktive Sorte aus der Ukraine.

Tjutchev: „Rote, zuckersüße Stabtomaten. 4 – 5 Früchte pro Rispe. Begrenzt wachsende, widerstandsfähige russische Sorte. – 10 kg pro Pflanze möglich“

Reinhards Goldkirsche: Cherrytomate
„Goldgelb, süßaromatisch, rund, herabhängende 30 cm lange Fruchtstände mit bis zu 50 Früchten, sehr ertragreich, früh, pilztolerant. R. Kraft 2001“

Sungold Select II: Cherrytomate
„Gelb-orangefarben, samenecht, gehört zu den wohlschmeckendsten Obsttomaten überhaupt, unübertroffene typische Würze, R.Kraft 1997, nochmals verbesserte Selektion 2002“

Black Cherry: Cherrytomate
„Sensationelle Neuheit aus den USA: Violett-schwarzrote, süßsaftige, große, runde Cherrytomaten, sehr früh und reich tragend.“

Sannmanus Vierländer Platte: echter Tomatengeschmack, Hamburg Liebhabersorte

TommyToe: süßlich, platzfest, Australische Lieblingssorte

Wasa: sehr frühe schwedische Sorte
allerfrüheste Kartoffelblättrige, kleine Früchte, langer Ertrag

Philovita: Freilandtaugliche Cherrytomate mit fester kräftigem Geschmack Quelle: Selfbio

Dorenia: Freilandtaugliche normalgroße Sorte Quelle: Selfbio

Kiev: „Große, rote, runde bis längliche Früchte mit hervorragenden Geschmackseigenschaften! Eine hoch wachsende, sehr produktive Sorte aus der Ukraine.

Tjutchev: „Rote, zuckersüße Stabtomaten. 4 – 5 Früchte pro Rispe. Begrenzt wachsende, widerstandsfähige russische Sorte. – 10 kg pro Pflanze möglich“

Reinhards Goldkirsche: Cherrytomate
„Goldgelb, süßaromatisch, rund, herabhängende 30 cm lange Fruchtstände mit bis zu 50 Früchten, sehr ertragreich, früh, pilztolerant. R. Kraft 2001“

Sungold Select II: Cherrytomate
„Gelb-orangefarben, samenecht, gehört zu den wohlschmeckendsten Obsttomaten überhaupt, unübertroffene typische Würze, R.Kraft 1997, nochmals verbesserte Selektion 2002“

Black Cherry: Cherrytomate
„Sensationelle Neuheit aus den USA: Violett-schwarzrote, süßsaftige, große, runde Cherrytomaten, sehr früh und reich tragend.“

Schmatzefein:
„Ziegelrot, oval, sehr früh, süß-aromatisch, sehr hoher und langer Ertrag, fest, gesund, eine wirklich hervorragende Cherrytomate aus ostdeutscher Züchtung“

Hybrid-2 Tarasenko:
„Außergewöhnliche und reichtragende Neuzüchtung des Russen Tarasenko. Eine Sorte von ungewöhnlicher Fruchtform. Stabtomate (2 m) mit vollkommen durchfärbten, fast dunkelroten Früchten. 2- bis mehrkammerig und mittelgroß. Meist mit Spitze und Neigung zur Herzförmigkeit, teilweis auch etwas oval. Bis 100 g schwer. Oft umfangreiche, fächerförmige Fruchtstände, die zwar das Fruchtgewicht einer einzelnen Tomate senken, doch für Massenerträge sorgen. Es kommt selten vor, dass eine solch schöne und großfrüchtige Sorte so üppige Fruchtstände aufweist. Für Freiland und Gewächshaus geeignet. Samenfeste Sorte, keine Hybride! Gute Widerstandsfähigkeit gegen Braunfäule wurde häufig erwähnt. Ideale Gartensorte, die immer wieder für positive Zuschriften – auch wegen des guten Geschmacks – sorgt. Super Sorte. Ein „Renner“ ersten Ranges.“

 

alte DDR-Sorten:

Grit:

Nadja:

Hellperle:

Harzfeuer:

Tamira: siehe Matina

unsere Erdbeersorten

Ich bin noch auf der Suche nach einer frühen Sorte (Update 2018: gefunden, heisst Lambada), mit unserer Mieze Schindler als späte Sorte haben wir schon eine die dauerhaft bleiben wird. Eine weitere späte Sorte ist dann nur mehr Experimentierfreude bzw. Ertragserhöhung. Senga Sengana und Korona werden meistens als Befruchtersorte empfohlen. Mit je einer Sorte werde ich zusätzlich ein Pflanzrohr bepflanzen und im Gewächshaus vorheizen und später zur Blüte dann rausstellen.
Momentan nutzen wir die eigenen Erdbeeren frisch und für Tartelettes mit Erdbeeren & Schlagsahne :), für das große Marmeladekochen gehen wir in der Obstplantage pflücken. Dafür brauchen wir dann größere Mengen und die Erdbeeren nehmen recht viel Platz im Garten weg, den ich gern anders nutzen möchte. Deswegen wird 2016 mit Pflanzrohren experimentiert. zusätzlich werden noch mehr Erdbeeren zwischen die Blumen/Beerenobstecken gepflanzt. Evtl. müssen die ausgelagert, sowie der Rasen wieder ein Stück kleiner werden.

Update 2018, Die Erdbeerwiesen… Wir haben die Erdbeeren aus dem Garten verbannt und sie unter die Bäume in den Mulch gesetzt, das funktioniert super, sie wurzeln selbst durch dicke Mulchschichten fest an und tragen auch nicht schlechter als vorher im Garten. Somit werde ich jetzt nur noch beigehen und die 2-3 Jahre alten Erdbeeren rausreißen und den Rest wachsen lassen, ab und an nachmulchen mit Rindenmulch… Die Fauler-Gärtner-Methode. Die Pflanzrohr-Methode funktionierte nur auf der sonnenzugewandten Seite, und erforderte tägliches Gießen und einen jährlichen Austausch der Erde. Das ist eher was für fleißige Gärtner.

Mieze Schindler:
Bekannte und späte Sorte die geschmacklich sehr intensiv ist. Süß und aromatisch. Diese Sorte möchten wir nicht mehr missen. Charakteristisch sind die im Fruchtfleisch versunkenen Nüsschen, dunkelgrüne Blätter und das dunkelrote Fruchtfleisch. Als Einzelsorte funktioniert sie nicht, es ist eine zweite Sorte als Bestäuber nötig. Empfohlen werden die Sorten Senga Sengana oder Korona als Bestäubersorten. Ich möchte jedoch versuchen meine Erdbeersorten zu reduzieren auf max 4 Sorten, somit probiere ich ob die Malwina, oder Lambada auch als Bestäubersorte funktionieren, zusätzlich möchte ich die Neuzüchtung Mieze Schindler Nova ausprobieren, die ohne Fremdbestäubung auskommen soll.

Unsere unbekannte alte Bestäubersorte zur Mieze:
Es ist eine mittelspäte Sorte vermutlich Korona. Relativ große Früchte und geschmacklich nenne ich sie mal durchschnittlich und etwas  herb.

Lambada:
Frühe süße Sorte.
Ja, heute am 19.06.16 weiß ich mehr, sehr leckere Erdbeere die wir auf jeden Fall weiter kultivieren. Sehr früh und sehr süß, kommt geschmacklich sehr an die Mieze Schindler ran. Zum Ertrag kann ich bei den Einjährigen noch nicht viel sagen, das wird sich erst in den nächsten 2 Jahren zeigen.
Update 2018… definitiv sehr süß, sie stand an einem sehr trockenen Platz in diesem Jahr, somit sehe ich dies dem geringen Ertrag nach, wir werden sie auf jeden Fall behalten.

Ostara:
Immertragende Sorte
19.06.16: Die ersten Erdbeeren in diesem Jahr waren einige Ostaras, geschmacklich jedoch nicht gerade besonders hervorstechend. Die Erdbeeren sind nicht so mickrig wie Walderdbeeren, sie erreicht schon recht normale Erdbeerengröße. Nach dem in den ersten Maiwochen (im GWH) die Früchte geerntet wurden kamen aber kaum noch welche hinzu was bisschen enttäuschend war. Vorstellen kann ich mir diese Sorte als Unterpflanzung unter Obstbäumen, als lebende Baumscheibe oder Mulchschicht. Durch die Vielzahl der Pflanzen erreicht man dann sicher nennenswerte Erträge, aber eine kostbare Fläche würde ich nicht für diese Erdbeeren opfern wollen. Ich muss mir noch überlegen ob ich der Sorte noch einen Platz bei uns geben will.
Update 2018… sie stehen unter den Bäumen im Mulch tragen aber nicht sonderlich viel, geschmacklich besser als die Korona, aber nichts im Vergleich zur Mieze oder zur Lambada. Die Sorte hat sich für uns nicht bewährt.


 

Sorten die ich gerne ausprobieren möchte

Sonata (für 2019 geplant):
Frühe Sorte, die wir im Obstgut Lüssow als Selbstpflücke kennengelernt haben.

Malwina (für 2019 geplant):
Späte Sorte, die wir im Obstgut Lüssow als Selbstpflücke kennengelernt haben.  Sie ist sehr aromatisch, süß und kräftig im Geschmack 🙂

Mieze Nova (für später geplant):
Nachzucht der Mieze Schindler die Selbstbefruchter ist, soll größere und festere Früchte haben